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Hückeswagen
DLRG braucht dringend Auto-Sponsoren

Hückeswagen: DLRG braucht dringend Auto-Sponsoren
22 Jahre als ist dieser VW T4, das Einsatzfahrzeug der DLRG-Ortsgruppe - entsprechend viele Kilometer hat er auf dem Tacho. Nun soll ein neues Auto her, ein Mercedes Vito Tourer. Kostenpunkt: 45.000 Euro. FOTO: C. Teckentrup/DLRG
Hückeswagen. Die DLRG sucht Unterstützer für die Finanzierung eines neuen Fahrzeugs, für dessen Anschaffung noch 10.000 Euro fehlen. Anders als andere Hilfsorganisationen finanziert sich die DLRG ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Von Cristina Segovia-Buendia

Ein neuer Rettungswagen muss her. Den benötigt der Ortsverein der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) mit Sitz an der Bever-Talsperre dringend. Sein altes Fahrzeug, Baujahr 1994, hat nämlich längst ausgedient: Der VW T4 hat nicht nur unzählige Kilometer auf dem Tacho, "nach heutigen Anforderungen ist er für den Rettungseinsatz auch nicht mehr ganz so sicher", betont Ortsvorsitzender Adrian Borner. Außerdem werde er nach 22 Dienstjahren auch immer aufwendiger und kostspieliger in der Instandhaltung und Wartung.

FOTO: Schütz Michael

Kosten, die sich der knapp 300 Mitglieder große Ortsverein auf Dauer nicht leisten kann. Denn anders als andere Hilfsorganisationen finanzieren sich die Ortsvereine der DLRG - zumindest in NRW - ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Das bestätigt auch Bürgermeister Dietmar Persian, der den aktiven Rettern seine Unterstützung bei der Suche nach Sponsoren und Spendern zugesagt hat: "Für die Feuerwehr und das THW beispielsweise, auch wenn sie ebenso wie die DLRG ehrenamtlich tätig sind, müssen die Kommunen für die nötige Ausstattung sorgen. Das ist per Gesetz so geregelt", sagt er.

Von diesem Landesgesetz über Brandschutz, Hilfeleistung und Katastrophenschutz (BHKG) ist die DLRG allerdings ausgeschlossen. Warum? "Das weiß keiner so genau. Und wir konnten auch noch niemanden finden, der uns das erklären konnte", sagt Borner, der für eine Gesetzesänderung kämpft. Er ist bestrebt, den Landespolitikern diese seiner Ansicht nach "unfaire Situation" aufzuzeigen. Denn dadurch entgeht dem engagierten Verein auch viel Geld, das er für seine Arbeit gut gebrauchen könnte. Borner: "Andere Hilfsorganisationen können ihre Einsätze abrechnen. Bei uns geht das nicht. Wir müssen unseren Rettungswagen nach dem Einsatz aus eigener Tasche wieder volltanken. Und das ist manchmal echt knapp." Fazit: Die DLRG rettet Leben auf eigene Kosten.

Von der Stadt, die im Haushaltssicherungskonzept ist und daher jede freiwillige Ausgabe gut überdenken muss, erhält der Ortsverein 2500 Euro im Jahr als kleinen Obolus für die geleistete Arbeit. Selbst die Mitgliedsbeiträge des Ortsvereins werden Anfang kommenden Jahres erhöht, um die steigenden Kosten aufzufangen. Doch auch damit lassen sich die fehlenden 10.000 Euro für das benötigte neue Fahrzeug nicht so schnell zusammenbringen. Daher ruft die DLRG die Hückeswagener, Unternehmer und Geschäftsleute auf, ihnen zu helfen. Ziel sei es, das Fahrzeug dieses Jahr noch zu bestellen. "Dann würde es uns im Mai geliefert", sagt Borner.

Persian argumentiert: "Die DLRG übernimmt sehr wichtige Aufgaben, ist an der Bever-Talsperre immer präsent, und wenn Hilfe gebraucht wird, auch über die Stadtgrenze hinaus, sind sie immer dabei." Der Ortsverein sei eine junge, dynamische und engagierte Mannschaft, die nun die Unterstützung der Hückeswagener brauche.

Spender dürften auch mit einem Dankeschön rechnen: "Wir würden alle Unterstützer zur Einweihung des Fahrzeugs zu einem Sekt einladen", verspricht Adrian Borner. "Und vielleicht", fügt der DLRG-Chef mit einem Augenzwinkern hinzu, "lassen wir sie sogar ins neue Auto einsteigen".

Quelle: RP
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