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Hückeswagen
Doch noch 1000 Euro für Spielplatz Dierl

Hückeswagen: Doch noch 1000 Euro für Spielplatz Dierl
Nicht nur für ihre Söhne Luis (l.) und Leander wünscht sich Claudia Bauer einen schöneren Spielplatz auf dem Dierl. Die Anwohnerin möchte, dass alle Spielplätze in Hückeswagen attraktiver und fantasievoller gestaltet werden. FOTO: NH (Archiv)
Hückeswagen. Bei der Fanta-Spielplatz-Initiative belegte Hückeswagen nach der vierwöchigen Abstimmung im Juli Platz 77. Das reicht, dass die Stadt einen Zuschuss von 1000 Euro für den Spielplatz Dierl von dem Limonadenhersteller erhält. Von Stephan Büllesbach

Die Gefühlslage von Claudia Bauer, der Initiatorin der Hückeswagener Bewerbung, schwankt zwischen Erleichterung und Enttäuschung. Erleichterung deshalb, weil Hückeswagen nach einem guten Start in der Rangliste unter mehr als 350 Bewerbern aus ganz Deutschland in der zweiten Monatshälfte teilweise bis auf Rang 90 abgerutscht war und nur bis Platz 100 noch ein Zuschuss zu bekommen war. Mit 2033 Klicks bis Freitag, Mitternacht, belegte der Spielplatz Dierl am Ende Rang 77. Das Endergebnis präsentierte Fanta erst gestern, nachdem es bei der Abstimmung offenbar zu Unstimmigkeiten gekommen war.

Enttäuscht ist die 28-jährige Mutter zweier kleiner Söhne deshalb, weil sie sich wesentlich mehr Klicks für den Hückeswagener Spielplatz und deutlich mehr Engagement seitens der Hückeswagener versprochen hatte. "Wenn man das Endergebnis zugrunde legt, haben vielleicht 66 Leute regelmäßig für den Dierl geklickt", sagte sie gestern kurz nach der Bekanntgabe des Endergebnisses. "Das sind nicht viele." Sie sei daher traurig. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie die mehr als 3000 Mitglieder der Hückeswagener Gruppe im sozialen Netzwerk Facebook immer wieder aufgefordert hatte, für den Dierl zu klicken - mit mäßigem Erfolg.

Ideen hat die Anwohnerin bereits, wie die 1000 Euro sinnvoll ausgegeben werden könnten. "Der Spielplatz wird von der Stadt als Erlebnisspielplatz bezeichnet", sagte sie. Doch das sei er nicht. Damit er diese Bezeichnung aber verdient, sollte die Stadt Spielgeräte anschaffen, die den Kindern mehr Action bereiten. Claudia Bauer denkt dabei etwa an Gummisprungmatten oder Reifen, an denen die Kinder hochgezogen werden können. "Den Platz dafür haben wir hier auf dem Spielplatz", stellt die 28-Jährige klar. "Es gibt so viele schöne Sachen für Kinder."

Überhaupt sei die gesamte Spielplatz-Landschaft in Hückeswagen nicht attraktiv. So erhofft sie sich, dass die Stadt Themen-Spielplätze einrichten würde. Zum Beispiel einen Piraten-, einen Wasser- oder einen Wald-Spielplatz, wo die kleinen Besucher die Spielgeräte getreu dem Motto ausprobieren können. Allerdings weiß die Hückeswagenerin auch, dass die Stadt kaum über die finanziellen Möglichkeiten verfügt, die Spielplätze entsprechend auszustatten. Schon vor einigen Jahren hatte sie bei dem zuständigen Sachbearbeiter der Verwaltung vorgesprochen, dass der Spielplatz Dierl in einen Wasser-Erlebnisspielplatz umfunktioniert wird. "Aber schon damals habe ich zu hören bekommen, dass das zu teuer sei und die Stadt kein Geld habe."

Eine Möglichkeit wäre es jedoch, wenn sie Sponsoren beibringen könnte. Die hat Claudia Bauer zwar nicht gefunden, wohl aber ist sie Beisitzerin im neu gegründeten Ein-Euro-Verein. Der wird im Herbst sein erstes Projekt finanzieren, und die 28-Jährige hat natürlich den Spielplatz Dierl vorgeschlagen. Letztlich sei es aber egal, welcher Spielplatz in Hückeswagen verschönert werde. "Hauptsache, es passiert mal was."

Deshalb will sie im nächsten Jahr wieder einen Spielplatz aus der Schloss-Stadt für den Fanta-Wettbewerb vorschlagen. "Dann bekommen wir bestimmt auch mehr Klicks", gibt sie sich optimistisch.

"Wir freuen uns über Platz 77 und 1000 Euro", versicherte Bürgermeister Dietmar Persian. Am Donnerstag werde er sich mit einem Kollegen aus dem Bauamt und Claudia Bauer zusammensetzen, um über die Verwendung des Preisgelds zu sprechen. "Es wäre natürlich schön, wenn wir mehr Geld zur Verfügung hätten, denn dann könnten wir auch viel mehr machen", gab er zu bedenken und warb damit um Sponsoren: "Wir würden uns freuen, wenn Firmen oder Privatleute das Geld noch aufstocken würden."

Quelle: RP
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