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Hückeswagen
Ein großes Stück Kirche in einer Woche

Hückeswagen. Jetzt ist es endlich soweit: Zwei Jahre haben die Planungen des Evangelischen Kirchenkreises Lennep für die Festwoche zum Reformationsjubiläum gedauert, am Samstag, 9. September, beginnt sie nun mit einem "Abend der Begegnung" mit der Beteiligung aller Gemeinden auf dem Alter Markt in Lennep. Von Wolfgang Weitzdörfer

"Die ersten Überlegungen zu einer Festwoche mit Beteiligung aller 18 Kirchengemeinden des Kirchenkreises begannen im Rahmen der Zukunftswerkstatt im Jahr 2015", sagte Superintendent Hartmut Demski bei der Vorstellung des finalen Programms.

Er betonte dabei auch die Besonderheit für den Lenneper Kirchenkreis, dass sich tatsächlich alle Gemeinden in den vier Städten des Kirchenkreises (Radevormwald, Hückeswagen, Remscheid und Wermelskirchen) daran beteiligt hätten: "Das hat bei uns nicht unbedingt Tradition und ist somit umso bemerkenswerter", meinte Demski. Der Superintendent sagte weiter, dass gerade in dieser übergemeindlichen Zusammenarbeit große Zukunftschancen lägen.

Diese Neuerung ausgerechnet im Rahmen des Reformationsjubiläums zu erproben und zu forcieren, habe dabei auf der Hand gelegen: "Schließlich wird und muss eine jede Gemeinde zum Jubiläum eigene Veranstaltungen planen - warum diese also nicht gemeinsam koordinieren?", fragte Demski. Seine Hoffnung sei es nun, dass das Angebot auch von möglichst vielen Gemeindegliedern angenommen werde: "Es wäre optimal, wenn Menschen aus Remscheid zu Veranstaltungen nach Hückeswagen kämen und umgekehrt. Oder dass die Rader nach Wermelskirchen gingen", sagte Demski und fügte an: "Die Vielfalt des Programms lebt von den Beiträgen der einzelnen Gemeinden." Die Gemeinden hätten bei der Gestaltung im Übrigen freie Hand gehabt, sagte auch Ingo Klein, im Kirchenkreis für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig: "Wir haben alles koordiniert und eventuelle Lücken im Programm durch eigene Veranstaltungen des Kirchenkreises gefüllt", erläuterte er.

Dass dabei kein Programm mit einem Schwerpunkt etwa nur im Musikalischen herausgekommen ist, sei eine glückliche Fügung, wie Demski betonte: "Das hätte natürlich durchaus passieren können. Aber es ist ein insgesamt sehr ausgewogenes Programm aus Gottesdiensten und Vorträgen, Ausstellungen, Musik, Abenteuer und Theater, Film oder Kabarett geworden." Ein wesentlicher Grundgedanke sei dabei auch die Justierung der evangelischen Kirche auf die Zukunft gewesen: "Es passt ja: In der Zukunftswerkstatt wollten wir so die Zukunft im reformatorischen Gedanken für die Kirche von morgen entwickeln", sagte Demski schmunzelnd.

Dabei sei es ja im Grunde ein Doppeljubiläum, betonte der Superintendent: "Denn wir feiern ja auch 200 Jahre Kirchenkreis Lennep." Dazu werde es beim Jahresempfang am Montag, 11. September, im Vaßbendersaal in Remscheid nicht nur eine Geburtstagstorte mit dem Kirchenkreis-Logo geben, sondern auch die Vorstellung eines neuen Buches, das sich mit der eigenen Geschichte beschäftige. Auch den "Poetry Slam" am 15. September hob Demski hervor: "Dabei handelt es sich um ein Angebot für die Jugend, bei dem ,Slammer' mit möglichst knackigen Beiträgen Antworten auf die wichtigen Fragen der Zeit aus der Sicht der Jugend finden werden."

Großes Finale sei dann der zentrale Festgottesdienst am Sonntag, 17. September, 10.30 Uhr, in der Wagenhalle der Stadtwerke Remscheid. "Alle Kirchengemeinden werden an diesem Sonntag keine eigenen Gottesdienste abhalten. Es wird Shuttle-Dienste aus den vier Städten zur Wagenhalle geben. Die genauen Details auch zu Parkmöglichkeiten werden wir noch bekanntgeben", kündigte der Superintendent an.

Quelle: RP
 
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