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Hückeswagen
Ein Hauch von Italien im oberen Island

Hückeswagen: Ein Hauch von Italien im oberen Island
Cosimo Erario überzeugte mit kleinen Kabinettstückchen und Zaubereien auf der Bühne des Kultur-Hauses Zach. FOTO: D. Bauer
Hückeswagen. Eigentlich sollte am Freitagabend das "Trio Finesse" Chansons, Gipsy, Klezmer, Jazz und Folklore im Rahmen der "Teachers-Best"-Konzerte ins Kultur-Haus Zach bringen. Allerdings ist ein Musiker des Trios länger erkrankt, weswegen das Konzertausfallen musste. "Wir sind sehr glücklich, dass Cosimo Erario, der als Gitarrendozent auch an der Hückeswagener Musikschule unterrichtet, einspringen konnte", sagte Stefan Noppenberger, stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins.

Und der 49-Jährige entpuppte sich als durchaus würdiger Ersatz für das ausgefallene Trio. Der gebürtige Italiener - Erario wurde in Apulien geboren - servierte einen eigenständigen, eindrucksvoll dargebotenen musikalischen Cocktail aus bekannten italienischen Songs wie Zuccheros "Senza una donna" und fantasievolle Eigenkompositionen wie das seiner Tochter gewidmete "You Are Welcome". Dabei zeigte sich auch bei den eher simpel strukturierten Stücken wie Zuccheros Welthit, dass Erario ein wahrer Virtuose auf den sechs Saiten ist. Am Gesichtsausdruck des Gitarristen konnte man gut erkennen, wie viel Spaß er am Spiel hatte.

Bei der Konzertreihe "Teachers Best", die in Zusammenarbeit mit der Musikschule organisiert wird, zeigte sich auch am Freitagabend wieder, welche großartigen Musiker an der Musikschule unterrichten. Das Publikum konnte sich durchaus gut vorstellen, dass der Gitarrenunterricht bei Erario viel Spaß machen dürfte. Dabei kamen die kleinen Kabinettstückchen und Zaubereinen an der Gitarre auch nicht zu kurz: Da freute sich der Fachmann über einen artistischen Schlenker hier und da, und auch der Laie fühlte sich bestens unterhalten.

Vor allem dann, als Cosimo Erario zum Schluss eines der bekanntesten Stücke Adriano Celentanos in einer durchaus eigenwilligen Version anstimmte: Dieser "Azzurro" war natürlich zum einen ein echter Hit zum Mitsingen - und damit auch ein schöne Abschluss. Vor allem aber zeigte das Stück, dass es einen Unterschied gibt zwischen Nachspielen und Interpretieren. Chapeau!

(wow)
 
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