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Hückeswagen
Ein märchenhafter Abschied

Hückeswagen: Ein märchenhafter Abschied
Der Abschlussjahrgang 2015 der Realschule Hückeswagen - 76 Schüler erhielten am Freitag ihr Zeugnis. FOTO: Jürgen Moll
Hückeswagen. 76 Realschüler erhielten ihr Abschlusszeugnis und verabschiedeten sich mit einer bewegenden Feier von ihrer Schule und ihren Lehrern. 44 Schüler haben die Qualifikation fürs Gymnasium geschafft. Von Heike Karsten

Das Motto des Abschlussjahrgangs der Realschule war märchenhaft. "Es war einmal..." überschrieben die Zehntklässler ihr Programmheft zur Feier in der Alten Drahtzieherei in Wipperfürth am Freitagabend. Vorher besuchten die Jugendlichen den ökumenischen Gottesdienst in der Pauluskirche.

76 Schüler wurden an diesem Abend von der Schule entlassen - 44 davon mit Qualifikation für das Gymnasium. "Bis auf zwei Schüler haben damit alle das Ziel erreicht", sagte Schulleiterin Christiane Klur, für die es die sechste Abschlussfeier in ihrer Amtszeit an der Realschule war. Sie lobte das große Engagement der Schüler, unter anderem bei der Umgestaltung des unteren Schulhofs vor vier Jahren, beim Geldverdienen für die Klassenfahrt nach London, wie auch am sogenannten Chaostag, an dem die Zehntklässler die Schule stürmten. "Ihr habt im Anschluss direkt wieder aufgeräumt, was nicht selbstverständlich ist", lobte Klur.

Das märchenhafte Thema zog sich durch den gesamten Abend. So erhielt Klassenlehrer Jürgen Rittel von seinen Schülern einen aufblasbaren Thron, wurde in einen königlichen Hermelinumhang gehüllt, mit Krone und Zepter ausgestattet und so zum Klassenkönig gekrönt. Es war seine letzte Klasse vor dem Ruhestand und somit ein doppelter Abschied.

Bewegend war die Rede von Klassenlehrer Étienne Michel, der vor zwei Jahren aus Australien nach Hückeswagen kam und dem seine Schüler ans Herz gewachsen sind. "Eine gute Gemeinschaft kann zur Ersatzfamilie werden", sagte Michel. Die Klasse 10c bestätigte ihrer Lehrerin Manuela Horst ein gutes Zeugnis: "Sie haben alles richtig gemacht und mit dem Herzen unterrichtet."

Traditionsgemäß ehrte die Schulleitung die Klassenbesten des Jahrgangs: Sina Schnabel (10a), Lina Behlert (10b), Ana Blaevic und Tabea Günther (beide 10c) bekamen für ihre Leistungen Büchergutscheine überreicht. Die meisten Abschlussschüler setzen ihre schulische Ausbildung an einem Gymnasium oder Berufskolleg fort. Einige Schüler haben schon konkrete Pläne für die Zukunft. So träumt Paul Borisch von einer Karriere in der Handball-Nationalmannschaft. Sportschützin Gina Fuhr möchte zur Bundeswehr gehen, Malte Heß strebt eine Kochlehre im renommierten Landhaus Spatzenhof in Wermelskirchen an.

Zwischen der Zeugnisausgabe las Natasza Janik (6a), diesjährige Schulsiegerin des Vorlesewettbewerbs, Ausschnitte aus dem Märchen "Der kleine Prinz" vor. Die Eigenverantwortung für ihren weiteren Lebensweg ist den Abschlussschülern durchaus bewusst: "Das Leben ist ein Märchen, dessen Happy End wir selbst schreiben", druckten sie auf das Programmblatt.

Quelle: RP
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