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Hückeswagen
Ein neues Buch mit Ufer und Potthoff

Hückeswagen: Ein neues Buch mit Ufer und Potthoff
Uwe Ufer (l.) und Christian Potthoff erläutern mit anderen Autoren, wie kommunale Fehlsteuerungen der Vergangenheit angehören sollen. FOTO: privat
Hückeswagen. Aufgrund des großen Interesses erscheint das Fachbuch "Kommunalrating", bei dem Hückeswagens ehemaliger Bürgermeister Uwe Ufer und der Ex-Wirtschaftsförderer Christian Potthoff mitgewirkt haben, in der zweiten Auflage. Von M. Eickhorn

Die kommunalen Finanzen befinden sich immer noch in einer Sackgasse. Das stellen Uwe Ufer und Christian Potthoff fest. Der ehemalige Bürgermeister der Schloss-Stadt und der Ex-Wirtschaftsförderer - beide arbeiten inzwischen in der Diakonie Michaelshoven in Köln - haben an der zweiten Auflage des Fachbuchs "Kommunalrating" mitgewirkt. Erneut erläutern Ufer, Potthoff und andere Autoren, wie kommunale Fehlsteuerungen, unter anderem in großen Investitionsprojekten, der Vergangenheit angehören sollen.

Auch für die erste Auflage hatten die beiden einen Artikel verfasst. Als der Finanzexperte Oliver Everling im Januar 2015 bei Ufer anfragte, ob er und Potthoff ihren Artikel für die zweite Auflage noch einmal aktualisieren möchten, teilten sich die beiden die Schreibarbeit auf. Der wesentliche Anteil des Artikels wurde ja bereits vor ein paar Jahren geleistet, als das erste Buch erschien.

Nun sahen sich Ufer und Potthoff noch mal das Zahlenwerk an. Sie studierten die Einnahme- und Ausgabeseite der Kommunen in Nordrhein-Westfalen und überprüften, wieweit sich der Haushaltsstatus verändert hat. Etwas hat sich in den vergangenen zwei Jahren getan: Der Anteil von Kommunen, deren Haushaltssicherungskonzept nicht genehmigt wurde, ist deutlich geringer geworden. Dies ist unter anderem auf die Änderung der Frist zum Haushaltsausgleich von fünf auf zehn Jahre zurückzuführen.

Das "Neue Kommunale Strategiemanagement", mit dem bereits seit ein paar Jahren in Hückeswagen gearbeitet wird, funktioniere gut, berichtet Potthoff. "Wir müssen genau schauen: Was kostet eine Aufgabe, was bringt uns eine Aufgabe?" Zur Verfügung stehendes Geld müsse optimal für die Bürger eingesetzt werden, Budgets müssten permanent überwacht und gesteuert werden. Und doch befinden sich die kommunalen Finanzen, wenn es nach Ufer und Potthoff geht, immer noch in einer Sackgasse. Das war auch 2013 schon so. "Eine strukturelle Lösung scheint nicht in Sicht zu sein, die Kommunen müssen die Effektivität und die Effizienz in ihrem Handeln steigern", sagt Ufer.

2013 war die Sorge um notwendige Neuregelungen im System der kommunalen Finanzen größer als heutzutage, dennoch habe sich die Gesamtsituation kaum zum Besseren verändert, stellt zudem der Finanzexperte Oliver Everling fest. Nur wer es in der Zukunft verstehe, seine Prozesse nach den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmer auszurichten und die zur Verfügung gestellten Ressourcen bestmöglich hierfür einzusetzen, könne einen eigenen Anteil zur Verbesserung der Situation leisten.

Everling versteht das Buch als Beitrag dazu, über die Risiken in den Kommunalfinanzen aufzuklären und Denkanstöße zu geben, wie das Ausfallrisiko von Kommunen beurteilt werden kann. Über die von Gläubigern angelegten Kriterien der Bonitätsprüfung nachzudenken, sei der wichtigste Schritt zur Siche- rung der Kreditwürdigkeit, sagt Oliver Everling.

Quelle: RP
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