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Hückeswagen
Ein Stempel bringt Millionen

Hückeswagen. Es kam nicht unerwartet, aber das schmälerte die Freude nicht: NRW-Städtebauminister Oliver Wittke hat am Samstag beim "Langen Tag der Region" auf dem Drachenfels die beiden oberbergischen Regionale-2010-Projekte – "Metabolon" und "Wasserquintett" – mit dem A-Stempel ausgezeichnet. Dabei geht es nicht nur um ministerielle Anerkennung, sondern vor allem um bares Geld. Von Brigitte Neuschäfer

"Das A-Label ist die Eintrittskarte, die wir benötigen, um Fördermittel für die Projekte beantragen zu können", erklärte Landrat Hagen Jobi bei der Veranstaltung auf dem Drachenfels. Bürgermeister Uwe Ufer konkretisierte gestern in einem Pressegespräch: "Mit dem Stempel können wir davon ausgehen, dass unsere Anträge auf Fördermittel vom Land genehmigt werden – das Geld ist da."

So kann aus dem, was bislang Theorie war, jetzt Praxis werden. Konkret geht es für Hückeswagen zum Beispiel um den Bau des Radwegs auf der alten Bahntrasse vom Stadtzentrum bis nach Wipperfürth. Bauamtsleiter Andreas Schröder geht davon aus, dass der Baubeginn schon im Frühjahr nächsten Jahres sein kann. Weitere für Hückeswagen wichtige Projekte aus dem "Wasserquintett" sind die Neugestaltung der Wupperaue im Zentrum und die Neugestaltung des Schlosshagens.

Am "Wasserquintett" sind neben Hückeswagen die Nachbarstädte Radevormwald, Wipperfürth und Marienheide sowie der Wupperverband beteiligt. Gemeinsam wollen sie auch daran arbeiten, dass für den Raum der Talsperren in der Region ein Handlungs- und Nutzungskonzept erstellt wird. Es soll Möglichkeiten aufzeigen, wie die Region für Erholungssuchende besser erschlossen werden kann und wie zugleich die Konflikte der verschiedenen Nutzer und Anlieger minimiert werden. Dabei geht es nicht um Quantität, sondern vorrangig um Qualität. Also nicht darum, mehr Touristen anzuziehen, sondern die touristische Nutzung attraktiver zu machen.

Die interkommunale Zusammenarbeit im "Wasserquintett" soll nicht nur Thema der Regionale 2010 sein, sondern zeitlich darüber hinaus gehen, unterstrich Ufer gestern. Am Samstag hatte auch Oliver Wittke betont: "Das ist kein Strohfeuer, sondern auf Dauer angelegt."

Quelle: RP
 
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