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Hückeswagen
Ein zauberhafter Abend im Kultur-Haus Zach

Hückeswagen. Der Comedian und Magier Bruno Ehm brachte am Samstagabend die Magie ins Kultur-Haus Zach. Beim Auftritt wurde viel gelacht. Von Wolfgang Weitzdörfer

"Komisch-zauberhaft", das war die Intention. Nun gut: Ein bisschen anders ist es dann im Kultur-Haus Zach doch gewesen: Der Comedy-Zauberer Bruno Ehm aus Elze in Niedersachsen war am nun wirklich äußerst verregneten Samstagabend mit seinem bereits dritten Solo-Programm "Ne Runde Spaß ... ist zauberhaft" zu Gast. Knapp 20 Zuschauer hatten sich durch den Regen ins Island gewagt, um die bunte Mischung aus lustigem Entertainment, Varieté und natürlich magischer Zauberei anzusehen - und die hatten zweifellos und offensichtlich jede Menge Spaß mit dem langhaarigen Ehm und seinen mehr oder weniger kurzweiligen Lektionen in Magie.

Ehm selbst war dabei in ein knallbuntes Hawaii-Hemd gewandet, das auch einen Jürgen von der Lippe gut gekleidet hätte. Dazu fand dieses Hemd auch noch seine Fortsetzung im Stirnband. Was in der Kombination dann auch zu Herrn Ehms durchaus rustikalen Humorverständnis passte. Denn das war zum Beispiel im zum Playback dargebotenen Lied "Ich will nur spielen" durchaus im Animationsbereich eines beliebigen Hotels angesiedelt. Und fand in so mancher Schnurre seine Fortsetzung.

Dass das Ganze aber dann doch magische Hand und Fuß hatte, zeigte Ehm etwa im Hasenflüsterer-Trick, als er die Hasen so offensichtlich "verschwinden" ließ, dass Helga aus dem Publikum schon lachend rief: "Die hast du doch einfach nur umgedreht!" Aber er hatte seinen Copperfeld gelernt: So zauberte er den schwarzen und den weißen Hasen aus Holz auch noch in blauer und in roter Farbe aus dem imaginären Hut.

Sehr schön war auch der Trick mit dem verschwundenen Ring. Dafür war Ulla aus Radevormwald aus dem Publikum ausgewählt worden. Sie sollte den Ring einer anderen Dame aus dem Publikum halten. Den ließ der Zauberkünstler dann verschwinden, nur um ihn wenig später aus einer Walnuss wieder auftauchen zu lassen.

Für das Spiel "Applaus oder raus" kam dann ebenfalls ein Rader aus dem Publikum auf die Bühne, Pius. "Haste den Namen dir selbst ausgesucht oder deine Eltern?". Da war wieder der rustikale Humor des Hauptdarstellers. Witzig war es dann aber schon, als sowohl Ehm als auch Gast Pius einen zuvor mit Wasser befüllten Kaffeebecher über den Kopf kippten - ohne dass das Wasser auf die Köpfe der Beiden plätscherte.

Wieder in die rustikale Ecke passte dann auch der Preis für Pius, denn schließlich war es ja das Spiel "Applaus oder raus": Ein Essen für zwei Personen an einem beliebigen Ort der Welt, war der Gewinn. Nun, es war eine Tütensuppe, die der Bühnengast bekam.

Und so war es ein Abend, der durchaus zweigeteilt war: Auf der einen Seite waren da die teils richtig platten Gags und Sprüche. Auf der anderen Seite dann durchaus hochwertige Zauberkunststücke - wie auch der fliegende Tisch zum Schluss.

Quelle: RP
 
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