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Hückeswagen
Einbahnstraßen-Regelung auf Etapler Platz

Hückeswagen. Normalerweise erhält derjenige Anbieter bei Ausschreibungen der Stadt den Zuschlag, der das wirtschaftlichste Angebot abgibt. Bei der Vergabe der Arbeiten für die Neugestaltung des Etapler Platzes könnte das ausnahmsweise nicht der Fall sein - die 505 Quadratmeter im Bereich der Raiffeisenbank muss die Stadt selber finanzieren. Den Grund erläuterte Bauamtsleiter Andreas Schröder jetzt dem Bauausschuss. Von Stephan Büllesbach

Der städtische Haushalt ist schuld. Denn der Auftrag an das Bauunternehmen geht spätestens im Februar raus - "dann haben wir aber noch keinen genehmigten Haushalt, sind also noch nicht handlungsfähig", erläuterte Schröder. Daher will die Stadt zu einem legalen Trick greifen; Schröder: "Wir sind rechtlich verpflichtet, Verpflichtungen aufrechtzuerhalten." So wird die Stadt, sofern die Politik dem zustimmt, noch in diesem Jahr einen Vertrag mit der Firma Horus abschließen, die die restlichen vier Fünftel der Neugestaltung des Etapler Platzes finanziert. Die Bauarbeiten sollen von einer Firma ausgeführt werden, die Stadt würde ihren Betrag an Horus überweisen. Der ist auf 75.000 Euro gedeckelt. Eine Entscheidung dazu fiel im Ausschuss noch nicht, weil die FaB Beratungsbedarf anmeldete. Nun befindet der Rat am 26. November darüber.

Zuvor hatte Stadtplaner Matthias Müller im Ausschuss den Politikern die aktualisierten Pläne für den zukünftigen Etapler Platz erläutert. So wird es - voraussichtlich ab Ende Juli - nur noch eine Einfahrt auf den Parkplatz geben: am Schuhhaus Albus. Auf dem gesamten Platz gilt die Einbahnstraßen-Regelung; die Ausfahrten befinden sich oberhalb des Rewe-Markts und oberhalb der Einfahrt. Insgesamt stehen 68 Parkplätze zur Verfügung. Das sind zwar 24 weniger als noch vor den Arbeiten am Neubau auf dem ehemaligen Raiffeisen-Gelände. "Sie sind mit 2,50 Meter aber auch zeitgemäß breit", betonte Müller.

Dazu kommen drei jeweils drei Meter breite Behindertenplätze und ein Taxistand. Shirley Finster (Grüne) regte an, einen Behinderten-Parkplatz in einen Familienparkplatz umzuwandeln, damit Eltern besser an ihre Kinder auf den Rücksitzen kommen. Weiter geplant sind 16 Fahrradständer, an die auf Anregung von Robert Brüning (UWG) womöglich noch Ladestationen für E-Bikes angegliedert werden.

Die jetzigen Bäume (Platanen) werden gefällt und vermutlich durch nicht so hoch wachsende Zierkirschen rings um den Etapler Platz ersetzt. Dazu kommen elf neue, jeweils viereinhalb Meter hohe Laternen. Der Fußweg - vom jetzigen Zeitschriftengeschäft Beeh bis Albus - wird farblich abgesetzt und ein wenig erhöht.

Quelle: RP
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