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Hückeswagen
Einbrechern einen Riegel vorschieben

Hückeswagen: Einbrechern einen Riegel vorschieben
Karikaturist Jürgen Tomicek hat eigens für die Polizei diese Karikatur gezeichnet und für die Aktion "Riegel vor" zur Verfügung gestellt. FOTO: tomicek
Hückeswagen. Ein Einbruch kann das Gefühl von Sicherheit in den eigenen vier Wänden zerstören. Die Polizei startet jetzt zur dunklen Jahreszeit die Aktionswoche "Riegel vor". Auch in Hückeswagen gibt sie praktische Hinweise zum Schutz. Von Henning Rasche

Irgendetwas ist anders. Der Pullover liegt nicht mehr auf dem Bett, sondern auf dem Fußboden. Die Schublade des Nachttischs steht sperrangelweit auf, der Inhalt ist durcheinandergewirbelt. Zunächst sind da die Selbstzweifel. War man selbst es, der da etwas gesucht hat? Liegt der Schmuck nicht eigentlich ganz woanders und damit in Sicherheit? Irgendwann allerdings weicht die Unsicherheit einem Schock. Jemand Fremdes war in der Wohnung, hat alles durchsucht und die Kostbarkeiten eingesteckt. Es wurde eingebrochen.

Ein Einbruch verursacht naturgemäß einen hohen materiellen Schaden. Türen oder Fenster sind zerstört, Wertgegenstände fehlen, das Schloss muss ausgetauscht werden - all das kostet viel Geld und Nerven. Allerdings zerstören die Einbrecher auch etwas anderes Kostbares: die Privatsphäre. Nirgendwo ist das Gefühl der Sicherheit so groß wie in den eigenen vier Wänden. Mit einem Mal ist das vorbei.

Hückeswagen war in den vergangenen eineinhalb Wochen gleich drei Mal Ziel von Einbrechern: Mitte voriger Woche gab es einen Einbruchsversuch auf dem Fürstenberg, Ende voriger Woche wurden auf dem Dierl Navigationsgeräte aus zwei Autos gestohlen, und am Mittwochmittag hatten Unbekannte ein Fenster eines Einfamilienhauses auf dem Lindenberg eingeschlagen und danach im Inneren Schränke durchwühlt (die BM berichtete).

Die Kreispolizeibehörde veranstaltet ab dem 24. Oktober die Aktionswoche "Riegel vor"; am 28. Oktober kommt sie nach Hückeswagen. Mit mehreren Veranstaltungen will sie Schutzmaßnahmen gegen Einbrüche aufzeigen. Dass man sich davor schützen könne, zeige die Erfahrung: Inzwischen blieben 40 Prozent aller Einbrüche im Versuch stecken, sagt die Polizei. Technische Sicherungen an Fenstern und Türen, richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn können helfen, das Verbrechen zu verhindern.

Einbrecher kommen oft tagsüber, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist. Sie schlagen zu, während die Bewohner bei der Arbeit, in der Schule oder beim Einkaufen sind. Häufig erleichtert auch Sorglosigkeit die Tat. Manchmal werden Wohnungs- und Haustüren nur ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen, oder der Schlüssel wird in das vertraute Versteck unter der Fußmatte oder dem Blumenkasten gelegt. Gut erreichbare Fenster oder Balkon- und Terrassentüren blieben auf Kipp stehen - das erleichtert Einbrechern den Eintritt in die Wohnung.

Die Polizei rät daher zu sicherheitsbewusstem Verhalten und einer soliden mechanischen Sicherungstechnik, also etwa zu Schutzbeschlägen oder Zusatzschlössern. Alarmanlagen hingegen, darauf weist sie hin, verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn lediglich. Allerdings bieten sie eine Art Schutz, weil sich Einbrecher möglicherweise abgeschreckt fühlen könnten. Bei einem Einbruchsversuch in Rade wurden Täter durch Bewegungsmelder vertrieben.

Tipps und Antworten auf Fragen geben Polizeibeamte in Hückeswagen am Freitag, 28. Oktober: Von 10 bis 14 Uhr steht auf dem Bahnhofsplatz vor dem Bürgerbüro die mobile Beratungsstelle der Polizei, die Ratsuchende zum Thema "Einbruchschutz" berät. In Radevormwald gibt's Informationen am Mittwoch, 26. Oktober, 10 bis 12 Uhr, auf dem Wochenmarkt. Und nach Wipperfürth, ebenfalls auf den Wochenmarkt, kommt die Polizei amFreitag, 28. Oktober, 10 bis 12 Uhr.

Quelle: RP
 
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