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Hückeswagen
Eine starke Truppe hat nie Dienstschluss

Hückeswagen: Eine starke Truppe hat nie Dienstschluss
Anfang Februar 2015 musste die Feuerwehr spätabends eine Autofahrerin bei einem Unfall auf der B 237 im Bereich Dörpe aus dem Wrack befreien. FOTO: Feuerwehr.
Hückeswagen. Was die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr im vergangenen Jahr geleistet haben und was sie für dieses Jahr vorhaben, stand am Freitagabend bei der Jahresdienstbesprechung im Forum der Montanusschule im Fokus. Von Heike Hütten

Man stelle sich einmal vor, es brennt und niemand kommt! Unvorstellbar, ja. Aber selbstverständlich ist es auch nicht, dass die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr stets zur Stelle sind, wenn die Hückeswagener ihre Hilfe brauchen. Und das an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr, tagsüber und auch nachts. Vor allem machen sie das in ihrer Freizeit, ehrenamtlich, ohne dafür irgendetwas zu bekommen. "Sie alle tun mehr als ihre Pflicht", stellte daher Bürgermeister Dietmar Persian in seiner Dankesrede anlässlich der Jahresdienstbesprechung heraus. Und er betonte, dass ihre Arbeit vom Rat und der Verwaltung sehr geschätzt wird und auch weiter entwickelt werden soll.

"Wir alle wissen um die hohe Fachlichkeit und Sachkompetenz der Wehrführung", betonte Persian. Ausrüstung, Fahrzeuge und Gebäude seien wichtig. "Aber das Wichtigste sind Sie - die Kameraden, die 24 Stunden für uns alle da sind."

Auch wenn die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans im Rat noch diskutiert wird, geht es weiter voran bei der Feuerwehr. Denn neben Neuanschaffungen wie dem LF 20, dem Mannschaftswagen für die Einheit Straßweg und einem neuen Kommandowagen für die Wehrführung steht die Planung für eine neue Feuerwache für den Löschzug Stadt an. "Die Wache genügt den Anforderungen nicht mehr", erläuterte der Bürgermeister. "Wir werden in die Planungen einsteigen. Das wird ein längerer Prozess werden."

Kreisbrandmeister Frank-Peter Twilling hob auch hervor, dass die Stadt vor Ort eine gut funktionierende Wehr habe, die unermüdlich im Einsatz und gut strukturiert sei. Er betonte: "Fahrzeuge und Ausstattung sind wichtig. Wir alle sind jeden Tag für fremde Leute da. Wir tun es gerne, aber wir tun es nicht für uns." Des Weiteren gab er Einblicke in die Arbeit auf Kreisebene. "Bei rund 30 Ausbildungen schleusen wir im Ausbildungszentrum 700 bis 800 Kameraden durch."

Der stellvertretende Wehrführer Thomas Schmitz ließ in seinem Jahresbericht das arbeitsreiche Jahr 2015 Revue passieren und stellte heraus, dass die Kameraden einmal mehr einen hervorragenden Beitrag zur Gefahrenabwehr geleistet hätten. 109 aktive Kräfte, davon acht Frauen, waren 2015 insgesamt 106 Mal im Einsatz, hatten 22 Brände gelöscht und 74 Mal technische Hilfe geleistet. Dazu zählen kleinere Verkehrsunfälle und auch umgestürzte Bäume. Fünf Menschen in Not wurde geholfen, auch einem Tier.

Neben den zwölf Verkehrsunfällen und Störungen waren die Kameraden und Kameradinnen bei Einsätzen rund um Wasser- und Sturmschäden tätig, bei zwei Gasaustritten vor Ort und beseitigten 22 Ölspuren. Insgesamt konnten bei Einsätzen 16 Menschen gerettet, drei allerdings nur tot geborgen werden. Außerdem rückte die Feuerwehr zu zehn Fehlalarmen aus. Schmitz: "Wir hatten in 2015 keinen großen Brand. Das liegt wohl auch daran, dass mit der Einführung der Rauchmelderpflicht Brände in Wohnräumen schneller bemerkt werden."

Ganz besonders freute sich die Wehrführung darüber, dass trotz des demografischen Wandels immer noch ein Zuwachs in der Wehr zu verzeichnen sei. So ist die Jugendfeuerwehr mit 27 Jungen und Mädchen derzeit gut bestückt.

Quelle: RP
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