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Hückeswagen
Einige Awo-Kitas sind wohl nicht zu halten

Hückeswagen. Das Sondierungsgespräch zwischen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Rhein-Oberberg und der Gewerkschaft Verdi endete ohne konkretes Ergebnis. Anlass des Treffens war die Awo-Forderung, die Mitarbeiter sollten auf Gehaltserhöhungen verzichten, andernfalls müsse der Verband bis zu acht Kindertagesstätten in Oberberg aufgeben. Betroffen sein könnten auch die Einrichtungen in Hückeswagen, denn die Awo unterhält hier den Margaret-Starrmann-Kindergarten auf dem Dierl und den Johanna-Heymann-Kindergarten auf Wiehagen.

Beide Seiten - Gewerkschaft und Träger - gehen inzwischen davon aus, dass sich die Awo schon in absehbarer Zeit tatsächlich von einzelnen Kitas wird trennen müssen. Für die Eltern besteht dann allerdings kein akuter Handlungsbedarf. Die Kitas werden nicht geschlossen, sondern übergangslos zunächst vom Oberbergischen Kreises übernommen.

Rund zwei Stunden tagten die Delegationen in Engelskirchen-Ründeroth. Von einem sachlichen Gespräch berichtete Verdi-Sekretär Arno Appelhoff. Allerdings habe die Awo nicht die erhofften belastbaren Zahlen vorgelegt, sagte er. "Das macht es für uns natürlich schwierig. Wir wissen viele Dinge nicht. Einen Blindflug werden wir aber nicht mitmachen", stellt Appelhoff klar.

Verdi stellte eine konkrete Forderung an die Awo: "Vorbedingung für weitere Verhandlungen ist, dass ein unabhängiger Wirtschaftsgutachter schnell einen Blick auf die Zahlen und die strukturelle Aufstellung des Awo-Kreisverbandes wirft", sagte Appelhoff.

Martina Gilles, Kreis-Geschäftsführerin der Awo Rhein-Oberberg, sprach ebenfalls von einem konstruktiven Gespräch, in dessen Verlauf alle denkbaren Varianten besprochen worden seien. Sie signalisierte Bereitschaft, dass die Awo weiter mit Verdi an Lösungen arbeiten wolle. "Wir müssen jetzt entsprechende umfängliche Berechnungen anstellen", sagte sie. Kurzfristige Lösungen könne man nicht erwarten.

(sül)
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