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Hückeswagen
Eltern empört über fehlende Landesmittel für Kinderdorf

Hückeswagen. Dass das Land in diesem Jahr nicht, wie in den vorigen Jahren, das Kinderdorf finanziell unterstützt, empört viele Eltern und Großeltern. Einige haben sich daher an die CDU gewandt. Diese wiederum hat nun eine Kleine Anfrage an Bürgermeister Dietmar Persian gestellt. Von ihm will sie wissen: Wie hoch waren die Fördermittel für die ersten beiden Kinderdörfer in 2014 und 2015 pro Jahr? Ist die Stadt zukünftig bei der Durchführung des Kinderdorfes gänzlich finanziell auf sich allein gestellt? Sind eventuell Zuschüsse vom Oberbergischen Kreis oder aus anderen Fördertöpfen zu bekommen?

Bei der dritten Auflage des inklusiven Großprojekt vom 1. bis zum 12. August, täglich von 10 bis 16 Uhr, in und rund ums Jugendzentrum im Untergeschoss der Mehrzweckhalle können bis zu 150 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren teilnehmen und erste Erfahrungen mit eigenverantwortlichem Handeln und organisatorischen Fähigkeiten machen. Anmeldetag ist Samstag, 9. April, 10 bis 14 Uhr.

In den vorigen Jahren hat Stadtjugendpflegerin Andrea Poranzke zwischen 8000 und 10.000 Euro vom Kreis erhalten, der die Landeszuschüsse für das Kinderdorf weitergegeben hatte. "Um den Rest haben wir uns selbst gekümmert", sagte sie gestern auf Anfrage unserer Redaktion. Doch genau die Summe des Landeszuschusses fehlt den Organisatoren nun: 2000 Euro sind inzwischen über Spenden hereingekommen, noch fehlen aber laut Poranzke 8000 Euro zur Finanzierung der festen Kosten. Dazu gehören unter anderem das Material für die Werkstätten und die Verpflegung von Teilnehmern und Betreuern.

Im Gespräch mit der CDU haben Eltern und Großeltern laut Mitteilung von Fraktionsgeschäftsführerin Cornelia Päper gegen die Streichung der Landesfördermittel protestiert. "Sie sehen dieses Kinderdorf als wichtige Möglichkeit, die Kinder mit dem ,Erwachsenen-Alltag' bekannt zu machen", heißt es in der Kleinen Anfrage der CDU an den Bürgermeister, die dieser schriftlich beantworten kann. Die Kinder lernten während der Ausübung gesellschaftlicher Rollen, wie sie ihren "Arbeitstag" und ihre Freizeit strukturieren und Entscheidungen abwägen müssen.

Die CDU-Ratsfraktion begrüßt nicht nur die Veranstaltung des Kinderdorfs, sie wird das Projekt auch mit 300 Euro unterstützen. "Mit unserem Beitrag wird drei Kindern die Teilnahme ermöglicht, deren Eltern den Eigenanteil nicht aufbringen können", heißt es in dem Schreiben der CDU.

Wer die Veranstalter unterstützen möchte, kann sich mit Andrea Poranzke in Verbindung setzen unter Tel. 851056 oder per E-Mail an info@jugendtreff-hw.de. www.juze-hueck.de/kinderdorf

(büba)
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