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Hückeswagen
Ende der gemeinsamen Vergabe mit Radevormwald

Hückeswagen. Die Bürgermeister von Hückeswagen, Wipperfürth und Radevormwald haben sich auf eine sofortige Beendigung bei der Zusammenarbeit im Rahmen der zentralen Vergabestelle verständigt. Seit 2009 hatten die drei Kommunen in diesem Teilbereich des Projekts "Shared Services" kooperiert.

Hintergründe für die Entscheidung ist zum einen die personelle Situation in Radevormwald, die bei der Vergabestelle federführend war, zum anderen die geänderte rechtliche Rahmenbedingung in der Vergabe. So muss die Vergabe von Aufträgen spätestens bis Oktober 2018 ausschließlich elektronisch erfolgen. Das bedeutet: Alle Unternehmen können sich dann nur noch elektronisch um ausgeschriebene Aufträge der öffentlichen Hand bewerben. Für zentrale Beschaffungsstellen wird die E-Vergabe bereits im April 2017 Pflicht.

Vor diesem Hintergrund hatten die drei Kommunen die aktuellen und künftigen Aufgaben der Vergabestelle überprüft und kamen zu dem Schluss, dass eine weitere Fortführung der zentralen Vergabestelle in Radevormwald keine Vorteile mehr bringt. Schon seit längerem haben Hückeswagen und Wipperfürth aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen in der Radevormwalder Vergabestelle die Aufgaben selber erledigt. Beide Städte überlegen nun, welche damit verbundenen Aufgaben und Bereiche gemeinsam erledigt werden können.

Die drei Bürgermeister sind sich einig, "dass dies nicht als Scheitern einer interkommunalen Zusammenarbeit anzusehen ist, sondern dass lediglich aufgrund der konkreten Rahmenbedingungen in diesem Fall eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nicht mehr sinnvoll und damit die Beendigung die beste Lösung ist".

(lz/büba)
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