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Hückeswagen
Endgültiger Plan für neuen Etapler Platz

Hückeswagen. Der Bauausschuss ist sich einig über das künftige Aussehen des Platzes: Neben 59 Parkplätzen soll es ein wenig mehr Aufenthaltsqualität geben. Die SPD kritisiert, dass Anregungen aus den Planungs-Werkstätten verloren gegangen sind. Von Stephan Büllesbach

Bauamtsleiter Andreas Schröder drängte die Politiker zur Eile. Denn bis vorgestern Abend lag der Verwaltung immer noch kein Beschluss für den endgültigen Plan für die Neugestaltung des Etapler Platzes vor; in den vergangenen Monaten hatte die Politik immer wieder neue Änderungswünsche an die Stadt herangetragen. Doch weil nach Ostern, ab Anfang April, mit den Bauarbeiten begonnen werden soll und diese bis spätestens zum Schützenfest Ende Juli beendet sein müssen, muss das Wiehler Ingenieurbüro Donner & Marenbach schnellstmöglich mit den Planungen beginnen.

Schröder stand zu Beginn der Sondersitzung, die nach Anträgen von SPD und FaB (s. Kasten) notwendig geworden war, im übertragenen Sinn der Schweiß auf der Stirn. Sah es zunächst doch danach aus, dass die Entscheidung erst in der regulären Sitzung des Bauausschusses am 28. Januar fallen sollte. Entsprechend spät wären die Pläne fertig geworden. Letztlich aber einigten sich alle Fraktionen doch noch auf eine Variante, in der die Anregungen aus beiden Anträgen enthalten sind. Dennoch betonte Schröder: "Wir haben nicht mehr viel Zeit, wenn der Platz in diesem Jahr noch fertig werden soll."

Stadtplaner Matthias Müller stellte dem Ausschuss drei Varianten vor: den ursprünglichen, den mit den Wünschen von SPD und FaB und einen modifizierten der Stadt. Der beinhaltete zwar die Anregungen der beiden Fraktionen, es gab aber einen Unterschied: Der SPD-Plan sah zwei Ruhebänke, Fahrradständer und E-Bike-Ladestation vor dem heutigen Zeitschriftengeschäft Beeh, das im Sommer in den Neubau umziehen wird, vor, und die FaB wollte je einen Mutter-Kind- und Behindertenparkplatz wenige Meter entfernt in Richtung Backshop von Polheim eingerichtet haben. In der städtischen Variante wurden diese Dinge vertauscht: Zwischen den übrig gebliebenen acht Parkplätzen und dem leicht erhöhten Fußgängerbereich, der vom Rewe-Markt in Richtung "Bubble's" und Schuhhaus Albus verläuft, sollte ein Verweilbereich mit gleich vier Bänken entstehen. Vor Zeitschriften Beeh sah der Plan die Radladestation sowie drei Parkplätze vor. Die Stadt hatte die Bänke bewusst in der Mitte gerückt, "weil sie dann direkt am Fußweg gelegen wären", argumentierte Müller.

SPD-Ortsvorsitzender Horst Fink erinnerte im Bauausschuss an die beiden Planungs-Werkstätten von 2011, als interessierte Hückeswagener ihre Ideen für die künftige Gestaltung des Etapler Platzes nennen konnten. Diese Anregungen seien aber verloren gegangen, bedauerte Fink und sagte mit Blick auf die ersten Pläne: "Der Etapler Platz wäre wieder nur noch ein Parkplatz." Dabei sollte dieser wichtige Platz doch mehr sein als ein großer Autoplatz. Die Interessen des Einzelhandels seien großzügig berücksichtigt worden. "Aber man sollte nicht nur Wert ausschließlich auf die Belange der Autofahrer legen, sondern den Platz auch für Fußgänger und Radfahrer attraktiv machen", forderte der SPD-Politiker. Letztlich kamen alle Fraktionen den Wünschen von SPD und FaB nach, so dass der Platz zumindest ein wenig Aufenthaltsqualität bekommen wird. Insgesamt stehen auf dem Etapler Platz dann 59 Parkplätze zur Verfügung.

Stadtplaner Matthias Müller stellte im Ausschuss noch zwei verkehrstechnische Änderungen vor. So wird die Fahrtrichtung um die zehn Mittelparkplätze am Backshop von Polheim geändert: Dort fahren die Autos und Lkw nun nach links und in Höhe des jetzigen eingangs des Rewe-Markts, der im Laufe des Jahres in den Bereich der früheren Tiefgaragenzufahrt verlegt wird, wieder heraus, statt genau andersherum. "Das ist besser für den Anlieferverkehr", argumentierte er. Zudem werden die Parkplätze zwischen Schuhhaus und Backshop schräg eingerichtet, statt vertikal. Denn so sei das Privatgelände vor dem Hintereingang des Spiel- und Lederwarengeschäfts Heinhaus besser zu erreichen. Allerdings verringert sich die Anzahl der Parkplätze um einen auf elf.

Dennoch gibt es zukünftig mehr Parkplätze im Bereich des Etapler Platzes, als vor dem Beginn der Arbeiten am Neubau; damals konnten 94 Autos abgestellt werden. Von den 140 Plätzen in der Tiefgarage unter dem Rewe und dem Neubau sollen 80 frei zur Verfügung stehen. Macht insgesamt also 139 Parkplätze.

Den Löwenanteil an den Kosten für den Umbau des Etapler Platzes übernimmt der Investor des Neubaus, für die Umgestaltung des kleineren Bereichs, über den jetzt der Bauausschuss diskutierte, kommt die Stadt auf. Maximal 75.000 Euro sollen dafür ausgegeben werden.

Quelle: RP
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