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Hückeswagen
Entscheidung zu Awo-Kitas steht bevor

Hückeswagen. Die erste Entscheidung seitens der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Rhein-Oberberg in Sachen Schließung von Kindergärten ist gefallen: Gestern gab Awo-Pressesprecher Ingo Lang bekannt, dass die Trägerschaft für die Wermelskirchener Kindertagesstätte Jörgensgasse aufgegeben werden soll. Das hatte Geschäftsbereichsleiterin Alwine Pfefferle in einer sehr gut besuchten Versammlung den Eltern mitgeteilt. Zu weiteren Kitas wollte sich der Sprecher jedoch nicht äußern.

Hintergrund für die Ankündigung der Awo, einen Teil ihrer Kindertagesstätten und/oder offenen Ganztagsschulen abstoßen zu müssen, sind die Tarifabschlüsse im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst (die BM berichtete). Die im September von der Gewerkschaft Verdi erstrittenen deutlichen Gehaltssteigerungen für die Erzieher bringen den Träger in arge finanzielle Bedrängnis. Konkret geht es um einen jährlichen Betrag von etwa 870.000 Euro - diese Mehrkosten müsste die Awo für 579 Beschäftigte aufbringen.

In Hückeswagen ist die Awo Träger der beiden Kindergärten an der Montanus- und der Blumenstraße. "Wir dürfen zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte geben, sonst würden wir einen Formfehler begehen", sagte Lang. Er kündigte jedoch an, dass für kommenden Montag ein Gespräch zwischen der Awo-Geschäftsführung und dem Betriebsrat mit deren jeweiligen Anwälten ansteht. Danach sollen weitere Entscheidungen bekanntgegeben werden - auch, ob die beiden Hückeswagener Awo-Einrichtungen auf dem Dierl und auf Wiehagen noch in Gefahr sind.

(wos/büba)
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