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Hückeswagen
Erlebnisreise durch die "WupperVielfalt"

Erlebnisreise durch die "WupperVielfalt"
Hückeswagen. Die Biologische Station Oberberg hat gestern das Projekt "WupperVielfalt - Naturerlebnis im oberen Tal der Wupper" vorgestellt. Radfahrer und Wanderer können die heimische Natur neu entdecken - informiert dank Broschüre und App. Von Jessica Balleer

Wer durch die Region rauscht, sieht es sofort: Das Bergische kann Technik. Das zeigen die Bauwerke, die Brücken und imposanten Talsperren, die die Landschaft prägen. Aber das Bergische hat auch und vor allem Natur zu bieten. "Wir leben in einer Kulturregion", sagte Landrat Jochen Hagt gestern im Auenpark an der Wupper.

Der Landrat begreift diesen Ort unweit der Innenstadt als Ruhe- und Erholungsort, als Freizeiterholung. "Früher haben die Bürger diese Ansicht belächelt", sagte er. Hagt ist jedoch der Ansicht, dass man vor allem auf Wanderungen oder Fahrradtouren einen Blick dafür bekomme. Deshalb sind nun in den Wupperauen zwischen Marienheide, Wipperfürth und Hückeswagen bis nach Radevormwald 26 Erlebnisstationen entstanden, an denen die heimische Natur erlebbar werden soll: Die Biologische Station Oberberg (BSO) hat das Projekt "WupperVielfalt - Naturerlebnis im oberen Tal der Wupper" in Kooperation mit Städten aus der Region und deren Vertretern umgesetzt. Die Schönheit und das Potenzial der "Naturregion" in das Bewusstsein von Touristen und Einheimischen zu rücken, haben sich Land und EU einiges kosten lassen.

Als mittelschweres Projekt stuft es Lutz Franke von der Bezirksregierung Köln ein. Mit einer Million Euro aus dem EU-Fond förderte das Land seine Umsetzung seit 2011. "Seit einigen Jahren bemühen wir uns bereits, den Blick der Leute für die Heimat zu schärfen", sagte Frank Herhaus von der BSO. Die ehemaligen Bahntrassen seien als Radwege bereits bestens angenommen worden. Diese Ansätze rund um das Thema "Natur erleben" würden fortgeführt. Dabei stehe die "WupperVielfalt" nicht in Konkurrenz zu anderen Projekten, wie dem "Wasserquintett" oder dem Bergischen Wasserland, sondern als Mehrwert in dieser Reihe.

In Wipperfürth ist die Basisstation direkt am Radweg. Dort, an den Ohler Wiesen, führen die Wege des Gesamtkonzepts "WupperVielfalt" zusammen. Es ist ein Projekt für die Bevölkerung, vor allem aber auch für die Besucher und Touristen der Städte.

Bürgermeister Dietmar Persian freute sich bei der Vorstellung als "eifriger Wanderer" über die neue Chance, in der Heimat auf Entdeckungsreise zu gehen: "Was hier präsentiert wird, ist Tourismus, Klimaschutz und die Chance, der Wupper Lebensraum zu schaffen."

Das Projekt präsentiert sich tatsächlich als innovative Maßnahme, die Natur und Vielfalt der Kulturlandschaft auf moderne Art und Weise zu zeigen. Das liegt nicht nur an den Tafeln an den Stationen, den hochwertigen Broschüren und erklärenden Texten, sondern auch an der neuen App. "Zuerst waren Audioguides geplant", sagte Herhaus. Doch der technologischen Entwicklung wollte man sich nicht verschließen. "Unsere neue App ist kostenfrei in den Stores erhältlich."

Natur und Landschaft als Kapital der Region verstehen, falle leichter, wenn man sich auf den Weg zu den Erlebnisstationen mache und dabei der Wupper folge, die sich wie ein blaues Band durch die Landschaft zieht. Die Tour vereint das Schöne mit dem Nützlichen, weil sie den "edukativen Tourismus" aufleben lässt: Broschüre und App informieren auf eine leichte Art und Weise, mit Bildern und kleinen Texten. Auf dem Weg zu den Stationen bietet sich die Chance, trotz Bewegung innezuhalten - und die Heimatregion mit anderen Augen zu sehen.

Quelle: RP
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