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Hückeswagen
Erste Jazz-Matinee mit hochkarätigem Ensemble

Hückeswagen. "Marcel Wasserfuhr & Friends" begeistern etwa 40 Zuhörer mit modernem und melodischem Jazz im Kultur-Haus Zach. Von Heike Karsten

Jazz statt Sonntagsbraten: Das Kultur-Haus Zach beschritt gestern neue Wege und bot allen Liebhabern des klassischen Jazz' ein Konzert der Extraklasse zur Mittagszeit an. Zu Gast war die Formation "Marcel Wasserfuhr & Friends". Im abgedunkelten Veranstaltungsraum vergaß man schnell die Tageszeit. Die groovige Musik des Quartetts mit vielen interessanten und ins Blut gehenden Eigenkompositionen, taten ihr Übriges dazu. "Mittags hat das ein ganz anderes Flair", sagte Zuschauerin Karin Friedrich, die die Kompositionen sehr ansprechend fand und die schöne Atmosphäre genoss.

Statt einer Begrüßung stellten sich die vier Berufsmusiker mit dem Stück "Nobody else but me" von Jerome Kern musikalisch vor, indem jeder Musiker bei einem Solopart gleich sein Können am Instrument unter Beweis stellte, was vom Publikum mit viel Zwischenapplaus honoriert wurde. Dr. Jürgen und Ellen Schmidt gefielen besonders die Eigenkompositionen, wie die gefühlvolle Ballade "Little Poolie" von Pianist Andreas Schnermann. "Wir haben schon die Größen im Jazz wie Dave Brubeck, Michel Petrucciani und Barbara Thompson gehört", sagte Ellen Schmidt. Auch die Jazz-Matinee mit "Marcel Wasserfuhr & Friends" konnte da mithalten. "Uns gefällt besonders die klassische Formation mit Klavier, Schlagzeug und Bass in Kombination mit einem Blasinstrument", sagte Jürgen Schmidt. Die Zuschauer kosteten die höchst abwechslungsreichen, melodischen und groovigen Jazz-Darbietungen bis zum letzten Pinselstrich des Schlagzeugers aus.

Vor genau einem Jahr formierte sich die Gruppe aus einer Jazz-Session heraus. Neben Marcel Wasserfuhr am Schlagzeug und Pianist Andreas Schnermann, zählen Bassist Martin Gjakonovski aus Köln und Alt-Saxofonist Jan von Klewitz aus Berlin zur Formation. Seit vergangenen Mittwoch sind sie für eine Woche auf Tour und stehen dabei täglich auf der Bühne. Besonders beeindruckte das harmonische Zusammenspiel. "Wir sprechen in der Musik eine Sprache", begründete es Andreas Schnermann. Dass es in Hückeswagen erstmalig eine Jazz-Matinee gab, war dem Zufall geschuldet. "Unser Bassist hat heute Geburtstag, und er wollte abends Essen gehen", verriet Marcel Wasserfuhr.

Das Konzept fand offenbar Anklang: Etwa 40 Zuschauer besuchten das zweistündige Konzert. Von dem Zuspruch war auch Detlef Bauer, Vorsitzender des Trägervereins, angetan. "Wir haben bei den abendlichen Jazz-Konzerten in der Vergangenheit nicht immer gute Erfahrungen gemacht, aber heute bin ich positiv überrascht", sagte er.

Eine Fortsetzung der Jazz-Matinee schließt er daher nicht aus.

Quelle: RP
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