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Hückeswagen
Erstkommunionkinder gestalten Messe

Hückeswagen. In der katholischen Pfarrkirche von St. Mariä Himmelfahrt empfingen gestern mit 24 Mädchen und Jungen weniger als in den Vorjahren das Sakrament der Heiligen Erstkommunion. Im kommenden Jahr werden es wieder mehr Kinder sein. Von Wolfgang Weitzdörfer

Der "Weiße Sonntag", also der Sonntag nach Ostern, ist in der katholischen Kirche traditionell der Tag, an dem Kinder das Sakrament der Heiligen Erstkommunion empfangen. So auch in der Schloss-Stadt, als gestern 24 Jungen und Mädchen zum ersten Mal an den Altar der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt treten durften, um dort das verwandelte Fleisch und Blut Christi zu empfangen, nachdem sie sich mehrere Wochen darauf vorbereitet hatten.

"Das sind in diesem Jahr tatsächlich weniger Kinder als in den Vorjahren - in Radevormwald ist die Situation noch ein wenig drastischer", sagte Diakon Burkhard Wittwer, der die Erstkommunionfeier mit Eltern und Kommunionkindern vorbereitet hatte. Dies liege an den katholikenschwachen Jahrgängen der dritten Schulklassen. "Im kommenden Jahr sieht die Situation ganz anders aus", sagte der Diakon.

Im Vorfeld der Feier gestern hatten sich die Kommunionkinder zusammen mit Wittwer und den Katecheten und Katechetinnen ausgiebig auf den großen Tag vorbereitet: "Die Heilige Erstkommunion ist ein Familienfest. Die Kinder, aber auch ihre Eltern und Erziehungsberechtigte, werden im Vorfeld gleichermaßen angesprochen", sagte Wittwer. Entsprechend wichtig sei ihm die gemeinsame Vorbereitung. Neben der Katechese seien das auch zwei außergewöhnliche Veranstaltungen gewesen: "Im März sind die Kinder zusammen mit einigen Eltern auf einem Kinder-Wochenende gewesen. Außerdem haben wir einen Vater-Kind-Tag veranstaltet", sagte Wittwer. Beide Veranstaltungen hätten glücklicherweise stattfinden können, weil sich genug Eltern gefunden hätten, die sich daran beteiligt haben. "Ich sehe hier auch die Verantwortung ein Stück weit bei den Eltern, denn nur wenn diese sich dafür engagieren, können die Veranstaltungen auch stattfinden." Auch für das kommende Jahr seien bereits wieder solche Termine geplant: "Es wird aller Voraussicht nach ein Vater-Kind-Wochenende geben", sagte Wittwer.

In der eigentlichen Messe standen dann aber natürlich die Kommunionkinder im Vordergrund; den Erwachsenen, Eltern und Angehörigen gab Wittwer nur einen kleinen Denkanstoß als Impuls mit auf den Weg. Die Kinder sollten in der feierlichen Messe an prominenter Stelle vorkommen: "Es soll eine lebendige Messe sein, in der die Kinder im Mittelpunkt stehen", sagte Wittwer. Gemeinsam mit den Erstkommunionskindern habe er die einzelnen Bausteine, die die Kinder in der Vorbereitung mit den Katechten und Katechetinnen zum Sakrament hingeführt haben, erarbeitet. Und die Kinder stellten diese Bausteine anstelle einer regulären Predigt kurzweilig einzeln vor.

Der wichtigste Teil der feierlichen Messe war allerdings dann natürlich jener Moment, als das Sakrament der Erstkommunion gespendet wurde. Dazu hatte sich Diakon Wittwer eine Neuerung einfallen lassen und die Kinder sich mit dem Gesicht zum Altar hin aufstellen lassen, jeweils begleitet von einem Elternteil. Diese legten dann eine Hand auf die Schulter des jeweiligen Kindes. "Damit signalisieren die Eltern, dass sie ihrem Kind zur Seite stehen", sagte Wittwer.

Ein wenig solle das an das Sakrament der Firmung erinnern, bei dem ja auch ein Pate mit den Firmlingen am Altar stehe und das Sakrament empfange. "Sie bekräftigen damit, dass Sie bis hierhin den Weg mit dem Kommunionkind gegangen sind und das auch weiterhin machen werden", sagte er.

Der gestrige Tag fand sein feierliches Ende schließlich in der Dankandacht am Abend in der katholischen Pfarrkirche.

Quelle: RP
 
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