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Hückeswagen
Fahrrad-Schau in den Wupperauen

Hückeswagen: Fahrrad-Schau in den Wupperauen
Ausstellung im Wupperauen-Park: Viele Aussteller präsentierten sich dort vor und nach der Radweg-Eröffnung. Hier erläutert Andreas Worm von Radsport Nagel einer Besucherin das E-Bike "Herkules". FOTO: Hans Dörner
Hückeswagen. Der Ort des Geschehens war perfekt gewählt: Auf den Wupperauen, unmittelbar am Radweg, präsentierte sich am Samstag vor und nach der Eröffnung des letzten Teilstücks eine Handvoll Aussteller rund um die Themen "Radwegenetz" und "Radfahren".

Radeln über 300 Kilometer

Zum zweiten Mal in Hückeswagen aktiv war der mittlerweile 1500 Mitglieder zählende Förderverein Balkantrasse Leverkusen. Bereits zum Start des Profiradrennens "Rund um Köln" am Ostermontag waren Mitglieder in der Schloss-Stadt präsent. Obwohl Leverkusen relativ weit entfernt erscheint, sind die Radfahrer dort doch unmittelbar von den Aktivitäten im Bergischen betroffen. Der am 22. April eröffnete Panorama-Radweg "Balkantrasse, der bis nach Leverkusen-Opladen führt, stößt in Bergisch Born auf den "Wasserquintett Bahntrassenweg". "Wir sind somit Teil eines über 300 Kilometer langen Gesamtsystems, das von Rhein und Ruhr bis ins nördliche Rheinland-Pfalz reicht", erläuterte Dr. Achim Bartoschek vom Förderverein Balkantrasse Leverkusen.

Der Mann ist ein Spezialist für dieses Thema. So hat er auf seiner Internetseite www.bahntrassenradeln.de europaweit mehr als 1300 Wege mit einer Gesamtlänge von zirka 15 000 Kilometern zusammengetragen und beschrieben.

Nachdem sich die Politik in Leverkusen aus finanziellen Gründen zunächst nicht an dem Radwegprojekt beteiligen wollte, bildete sich die bürgerschaftliche Initiative, die nun weitere Fördermitglieder sucht. Ziel ist es, 425 000 Euro für die Realisierung des Lückenschlusses auf Opladener Gebiet zu sammeln. "Gelingt das Projekt, wäre mittels Bahn und Rad das Bergische Land von der Domstadt Köln aus in kürzester Zeit erreichbar", warb Bartoschek.

Fahrradboom ausgebrochen

Auch Radsport Nagel aus Lennep präsentierte sich im Wupperauen-Park. Anzuschauen und auszuprobieren gab es unter anderem E-Bikes. "Noch vor einiger Zeit wurde in Lennep kaum Fahrrad gefahren", berichtete Geschäftsführerin Gisela Nagel. "Seit den Eröffnungen der Radwege holen die Leute ihre alten Räder aus den Kellern." Tatsächlich ist ein regelrechter Fahrradboom ausgebrochen. So sagte Reimar Molitor, Geschäftsführer der Regionale 2010: "Ich bin eifriger Nutzer der Radwege. An Wochenenden ist teilweise schon zu viel los."

Ein positiver Nebeneffekt war die Erkenntnis: Die Wupperauen eignen sich (bei gutem Wetter) hervorragend für Ausstellungen und Freizeitveranstaltungen.

Quelle: RP
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