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Serie Mit Dem Fahrrad In Den Frühling
Fahrradspaß mit der richtigen Ausrüstung

Hückeswagen. Dass Fahrradfahren viel Freude bereitet, weiß jedes Kind. Allerdings sollte man vor der Tour darauf achten, dass der Drahtesel richtig ausgerüstet ist. Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen Radfahren ist gesund, macht Spaß und hält fit. Dazu kommt, dass das Bergische Land über ein ausgedehntes und gut beschildertes Fahrradwegenetz verfügt, das mit einer Vielzahl an Radtouren, kurzen und langen, leichten und schwierigen, zum Ausflug mit dem Drahtesel einlädt. Doch vor der Radtour sollte man sich darum kümmern, dass das Zweirad verkehrssicher und gut ausgerüstet ist.

Vor allem die Verkehrssicherheit ist wichtig, betont Stefan Weinand, Pressesprecher der Polizei Wuppertal: "Wichtig ist für die Radfahrer in erster Linie die Sichtbarkeit, die vor allen Dingen durch geeignete Lampen vorne und hinten sowie durch Reflektoren an Pedalen und in den Speichen gewährleistet ist." Damit sind die Fahrradfahrer vor allem in der Dämmerung und in der Dunkelheit gut sichtbar. Schließlich gilt: "Im Zweifel ist der Radler im Vergleich zum Auto der Schwächere", wie Weinand betont.

Aber auch der Radfahrer selbst sollte bemerkbar sein, vor allem für Fußgänger auf den beliebten Trassenstrecken: "Da hilft die Klingel. Denn ein Fahrrad ist unter Umständen geräuschlos unterwegs",sagt der Pressesprecher. Zudem sollten Fahrradfahrer geeignetes Schuhwerk und einen Helm zum Kopfschutz nicht vergessen, sagt Weinand. Wie wichtig das im Zweifel sein kann, belegen die Zahlen: 2015 gab es in Remscheid und dem Oberbergischen Kreis insgesamt 134 Unfälle mit Fahrradbeteiligung.

BREMSEN
Zwingend in der Straßenverkehrszulassungsordnung festgelegt ist die Auflage, dass ein verkehrssicheres Fahrrad über zwei unabhängige von einander wirkende Bremsen verfügen muss. Bei Kinderrädern sollten das die Rücktrittbremse und die Vorderbremse sein, bei Erwachsenenrädern eine Vorder- und eine Hinterbremse. Wichtig ist zudem, sofern vorhanden, die Bremsklötze regelmäßig zu warten.

SCHUTZBLECHE, KETTENSCHUTZ
Nicht zwingend notwendig, aber sehr praktisch sind Schutzbleche vorne und hinten sowie ein Kettenschutz – nicht zuletzt wegen des oft nassen bergischen Wetters. Wenn man nicht mit Schmutz aus Pfützen besprenkelt ans Ziel kommen will, bietet sich der praktische Schutz aus Alu oder Kunststoff perfekt an.

STÄNDER
Vorgeschrieben ist er nicht, aber jeder Radler, der einmal eine Pause machen möchte, wird sich freuen, wenn er montiert und stabil ist: der Ständer. Optimal ist er dann, wenn er in der Höhe verstellbar ist, damit er gegebenenfalls an die Umgebung angepasst werden kann. Schließlich kann der Drahtesel Schaden nehmen, wenn er umkippt.

LUFTPUMPE
An vielen modernen Rädern ist sie bereits beim Kauf am Rahmen montiert: eine kleine Luftpumpe. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn man unterwegs ist, einen Platten fährt, vielleicht sogar Flickzeug dabei hat – aber den gerichteten Reifen dann nicht wieder aufpumpen kann, weil eben die Luftpumpe fehlt. Ein echtes Muss für jeden Radler.

BELEUCHTUNG
Im Bezug auf die korrekte Beleuchtung ist die Regelung eindeutig: Vorgeschrieben sind ein weißer Frontscheinwerfer und ein rotes Rücklicht. Für die Sichtbarkeit von der Seite sind zwei gelbe Speichenreflektoren pro Rad Pflicht, zudem müssen die Pedale mit je zwei nach vorne und hinten wirkenden, gelben Rückstrahlern ausgerüstet sein. Denn nichts ist gefährlicher, als nicht gesehen zu werden.

KLINGEL
Im Juristendeutsch heißt sie "Schallzeichen" und ist zwingend vorgeschrieben, denn: Ohne Klingel fällt das Fahrrad durch die Verkehrskontrolle! Wichtig ist, dass sich die Klingel akustisch deutlich von den anderen Verkehrsgeräuschen abhebt, damit sie wahrgenommen wird. Es gilt also: je lauter, je besser. Eine Hupe ist jedoch verboten.

HELM
In Deutschland gibt es keine Helmpflicht, auch der ADFC spricht sich gegen eine allgemein geltende Pflicht aus. Denn diese sei weder umsetz-, noch kontrollierbar. Zudem bestehe die Gefahr, die Fahrradnutzung durch eine Helmpflicht drastisch zu senken und dadurch den Autoverkehr zunehmen zu lassen. Allerdings spreche nichts dagegen, sich individuell mit Helm zu schützen, sagen die Experten.

GEPÄCKTRÄGER
Überflüssiger Ballast, würden Mountainbiker wohl sagen. Klar, wer über Stock und Stein braust, braucht kein Gepäck und auch keinen Gepäckträger. Anders sieht das bei langen Touren oder im Alltag bei der Einkaufsfahrt aus. Der Gepäckträger sollte stabil verschraubt sein. Beim Beladen von Satteltaschen sollten diese gut befestigt sein, und die schweren Gepäckstücke unten eingepackt werden

Quelle: RP
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