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Hückeswagen
Familien liegen der Gemeindereferentin am Herzen

Hückeswagen. Jutta Grobe gehört bereits seit fast 13 Jahren zum Bild der Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt dazu. Eigentlich kommt die 51-jährige Mutter dreier erwachsener Kindern aus Gelsenkirchen-Buer, die Familie war seinerzeit aus beruflichen Gründen in die Schloss-Stadt gezogen. Der Unterschied zwischen dem urbanen Ruhrgebiet und dem eher ländlichen Bergischen Land war für die Gemeindereferentin durchaus eine Umstellung, wie sie sich erinnert: "Für mich war es schon etwas schwer, hier in Hückeswagen heimisch zu werden. Aber jetzt bin ich schon lange hier angekommen - was auch mit den Menschen zusammenhängt, mit denen ich in Hückeswagen zu tun habe."

Praktisch zeitgleich zum Umzug war sie Gemeindereferentin geworden: "Ich wollte in meinem gelernten Beruf nach der Kinderpause wieder einsteigen. Die Stelle war frei, damals noch mit nur wenigen Wochenstunden - die Chance habe ich ergriffen", erzählt die 51-Jährige, die jetzt mit einer halben Stelle in der Pfarrgemeinde angestellt ist.

Regelmäßige Kirchgänger kennen die Kindergottesdienste in der Pfarrkirche. Aber auch sonst sind vor allem die Kinder und die Familien der Arbeitsschwerpunkt von Grobe: "Ich engagiere mich viel für Kinder und Familien, etwa im Sachausschuss für Ehe und Familie, bei der Sternsingeraktion oder in der Grundschule." Ihr sei es wichtig, gerade den Kindern den christlichen Glauben im jungen Alter nahezubringen. "Ich glaube auch, dass mir das gelingt", betont die 51-Jährige.

Wichtig ist es ihr zudem, den Glauben in seiner offenen Form zu transportieren - was nicht überall auf Zustimmung stößt, wie sie ergänzt: "Es gibt Leute, die am liebsten vorkonzilliäre Zustände hätten. Bei denen stößt meine offene Arbeit schon mal auf weniger Zustimmung." Das sei zwar ärgerlich, aber da sie volle Freiheiten habe, auch nicht weiter schlimm. "Es wäre nur schön, wenn auch diese Leute erkennen würden, dass die Familien unsere Zukunft sind. Auch in der Kirche." Ernst fügt Jutta Grobe an: "Denn wenn wir die Familien nicht mehr erreichen, dann wird es in der Katholischen Kirche schnell dunkel. Ich ärgere mich zwar manchmal, bin aber nicht resigniert."

Damit das auch so bleibt, tankt die Gemeindereferentin Kraft bei ihrer Familie und in der Natur: "Ich wandere sehr gerne und arbeite viel in unserem Garten." Vor allem aber kocht sie gerne: "Das ist ein idealer Ausgleich für mich - nicht nur das Kochen an sich, sondern vor allem auch das gemeinsame Essen im Anschluss", fügt sie schmunzelnd an.

(wow)
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