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Hückeswagen
Feuerwehr leistet mehr technische Hilfe

Hückeswagen: Feuerwehr leistet mehr technische Hilfe
Ehrungen und Beförderungen bei der Hückeswagener Feuerwehr. Die Anforderungen, die an die ehrenamtlichen Kräfte gestellt werden, sind immer komplexer. FOTO: nico hertgen
Hückeswagen. Auf ein unruhiges Jahr blickte die Freiwillige Feuerwehr am Freitagabend bei der Jahresdienstbesprechung im Forum der Montanusschule zurück. Ursächlich hierfür war die gestiegene Anzahl der Verkehrsunfälle und der Sturmschäden. Von Heike Karsten

Als "allumfassende Einsatztruppe mit unverzichtbarer Bedeutung für die Stadt", bezeichnete Bürgermeister Dietmar Persian die Freiwillige Feuerwehr bei der Jahresdienstbesprechung am Freitagabend im Forum der Montanusschule an der Weststraße. Denn neben der Brandbekämpfung sind die 106 aktiven Ehrenamtler der Feuerwehr ebenso bei Sturmschäden, Verkehrsunfällen und anderen technischen Hilfeleistungen im Einsatz. "Man könnte uns auch als Ölwehr bezeichnen", sagte Löschzugführer Willi Reinecke mit Blick auf die vielen Ölspur-Beseitigungen im vergangenen Jahr.

2014 ist die Schloss-Stadt Hückeswagen mit 424 Unfällen erstmals an vorderster Stelle der Unfallstatistik im Oberbergischen Kreis gerückt, sagte Thomas Schmitz, stellvertretender Leiter der Hückeswagener Feuerwehr. Insgesamt konnten bei den Einsätzen der Rettungskräfte 20Personen in Not gerettet, eine Person nur noch tot geborgen werden. Zu 13 Bränden und 64 technischen Hilfen rückte die Feuerwehr im vergangenen Jahr aus.

"Feuerwehrmann zu sein ist im hohen Maße eine Frage der inneren Einstellung und des Charakters", sagte Schmitz zu den immer komplexer werdenden Anforderungen, die an die Ehrenamtler gestellt werden. Um auf ausreichend aktive Einsatzkräfte zurückgreifen zu können, hat die Idee des "Shared-Services" mittlerweile auch die Feuerwehr der Schloss-Stadt erreicht. "Es kam die Idee auf, zur Personalsicherung die Einsatzkräfte mit den Nachbarstädten zu teilen oder hauptamtliche Kräfte einzustellen", berichtete Schmitz. So soll beispielsweise künftig ein Feuerwehrmann aus Wipperfürth, der in Hückeswagen arbeitet, auch an den Gruppentreffen und Einsätzen in der Schloss-Stadt teilnehmen - so die Vision der Feuerwehr. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Wilfried Fischer aus Radevormwald forderte während der Jahresdienstbesprechung mehr Unterstützung in der Jugendarbeit. "Die Jungen und Mädchen sind unsere Zukunft", sagte er. Eine moderne Ausstattung soll dem Nachwuchs den Spaß an der Sache erhalten. In Hückeswagen ist die Jugendabteilung mit 30 Mitgliedern (davon sieben Mädchen) gut aufgestellt und sehr aktiv. "Wir haben eine starke Truppe mit einem enormen Zusammenhalt", betonte Jugendleiter Thomas Lemmen. Besuche in den Partnerstädten, gemeinsame Ferienfreizeiten und der 24-Stunden-Dienst zeugen von großem Engagement. Zudem kontrolliert der Nachwuchs die 500 Hydranten im Stadtgebiet und engagiert sich regelmäßig bei der Müllsammelaktion "Saubere Stadt".

An der Jahresdienstbesprechung nahmen Vertreter der Stadtverwaltung wie auch Ratsmitglieder teil. Aus der Partnerstadt Königs Wusterhausen berichtete der dortige Stadtbrandmeister Dietmar Rechenberg. Für die Hückeswagener Feuerwehr stehen weitere notwendige Anschaffungen an. So soll der Kauf von Endgeräten für den Digitalfunk bis Ende des Jahres kreisweit abgeschlossen sein. Die Löschgruppe Herweg erhält in Kürze einen neuen Mannschaftswagen, der das 28 Jahre alte Vorgängermodell ersetzt. Im umgebauten Gerätehaus ist zudem ein moderner Unterrichtsraum entstanden. Beim Löschzug Stadt läuft die Ausschreibung für ein Hilfeleistungslöschfahrzeug.

Zwischen den Vorträgen am Rednerpult lockerte die Chorgemeinschaft "Modern Generation" die Veranstaltung mit einigen schwungvollen Liedern auf.

Quelle: RP
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