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Hückeswagen
Flüchtlinge berichten Hauptschülern über ihr Leben

Hückeswagen. Geschichtsunterricht einmal ganz anders: Nicht in Büchern blättern, historisches Material durchforsten oder alte Filme gucken: An der Montanusschule gab es gestern Morgen eine völlig ungewöhnliche Unterrichtsstunde in der Klasse 10b. Wie Lehrer Klaus Kruska berichtet, besuchten Flüchtlinge aus Hückeswagen den Unterricht der Hauptschüler und berichteten den Schülern der 10. Klasse von ihrer Flucht. "Politik geht auch mich was an und muss auch gar nicht kompliziert sein" - unter diesem Motto erfuhren die Jugendlichen jede Menge über das aktuelle Thema Flüchtlingspolitik.

Bereits in den vorhergehenden Stunden hatte Kruska das Thema mit seinen Schülern im Geschichtsunterricht behandelt und den Besuch der Flüchtlinge vorbereitet. "Die Schüler haben Medienberichte gesichtet und ausgewertet", erläuterte Kruska. Doch gestern wurden die vielen Schicksale und Probleme der Flüchtlinge plötzlich greifbar.

Parsa Marhamati aus dem Iran und Yousef Yaghmour aus Syrien, die am Integrationskursus der VHS teilnehmen, berichteten in deutscher und englischer Sprache von ihrer Flucht aus ihrer Heimat. "Verfolgung aus Religionsgründen und Angst vor dem Tod durch den Krieg standen im Raum und wurden für die Schüler direkt nachvollziehbar", berichtet Kruska. Interessiert stellten sie viele Fragen, die geduldig beantwortet wurden. Am Schluss waren sich alle einig, dass durch diesen persönlichen Kontakt mehr Wissen weitergegeben werden konnte als durch alle Informationen in Texten.

(rue)
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