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Hückeswagen
Flüchtlingen Einstieg in Beruf erleichtern

Hückeswagen: Flüchtlingen Einstieg in Beruf erleichtern
Arbeitsagentur und Jobcenter wollen helfen, Flüchtlinge schneller in eine Ausbildung oder Arbeit zu vermitteln. Dafür wurde in Gummersbach der sogenannte Integration Point eingerichtet - eine zentrale Anlaufstelle für Asylsuchende, an der alles rund um Sprache, Ausbildung und Arbeitsaussichten aus einer Hand geregelt wird. FOTO: Moll (Archiv)
Hückeswagen. Der "Integration Point" in Gummersbach ist das neue Angebot von Jobcenter und Agentur für Arbeit für Oberberg. Von Jessica Balleer

Jobcenter und Arbeitsagentur gehen gemeinsame Wege, was die Integration der Flüchtlinge im Oberbergischen angeht. Ganz in diesem Zeichen steht der "Integration Point", der vor einiger Zeit in Gummersbach eingeweiht worden ist. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Angebot der beiden Einrichtungen und soll eine zentrale Anlaufstelle für Asylsuchende sein, an der alles rund um Sprache, Ausbildung und Arbeitsaussichten aus einer Hand geregelt wird.

Allein 2015 hatte die Bezirksregierung Arnsberg dem Oberbergischen Kreis 3843 geflüchtete Menschen zugewiesen. "Um sie erfolgreich in unsere Gesellschaft integrieren zu können, sind Sprachkenntnisse, Ausbildung und Arbeit die Schlüsselelemente", heißt es in einer Pressemitteilung der übergeordneten Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. "Ohne eine umfassende Unterstützung wird dies nicht gelingen."

Daher wurde das Kompetenzcenter des Jobcenters Oberberg und der Agentur für Arbeit Gummersbach eingerichtet. "Ich erhoffe mir einen positiven Effekt für die Flüchtlingsarbeit in Oberberg", sagt Thorsten Rolfsmeier, Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur. "Die Flüchtlinge bieten uns eine Chance, die demografische Entwicklung in Oberberg abzumildern."

Am Gummersbacher "IP" sollen die verschiedenen Akteure möglichst eng miteinander arbeiten können, um eine schnelle Hilfe zu gewährleisten. Hinzu kommt ein dritter Punkt: der Dialog mit dem Ausländeramt des Kreises. Dass dabei ein schnellstmöglicher Spracherwerb unerlässlich ist und frühzeitig festgestellt werden müsse, welche berufliche Kompetenz der Flüchtling mitbringt, sehen die Verantwortlichen als größte Herausforderung.

Rainer Drescher, Geschäftsführer des Jobcenters Oberberg, erwartet keine Wunder: "Die berufliche Integration der geflüchteten Menschen braucht Zeit." Spracherwerb und Qualifizierung seien die Basis für die Einmündung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Daher sei es umso wichtiger, möglichst früh mit den ersten Schritten zu beginnen. Hier setzt der "Integration Point" an.

In erster Linie richtet sich das Angebot an Asylbewerber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit. Die Berater besuchen auch Flüchtlinge in den Basissprachkursen und informieren sie über die Chancen und Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Anschließend werden individuelle Pläne erarbeitet, wie eine Ausbildung oder eine Arbeit gefunden werden kann. "Wir müssen frühzeitig die Stärken der Frauen und Männer erkennen und dann zeitnah stärkenorientiert und unterstützend für sie tätig werden", sagt Rolfsmeier. Ob die Ideen in der Praxis funktionieren, muss das Pilotprojekt nun unter Beweis stellen.

Quelle: RP
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