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Hückeswagen
Freizeit auf alten Schienen

Hückeswagen. Noch sind die Fördermittel nicht da, aber schon bald soll mit dem Bau des Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Marienheide und Lennep begonnen werden. Das Teilstück Hückeswagen – Wipperfürth ist der Anfang. Von Norbert Bangert

Der geplante Radweg weckt offenbar viel Vorfreude: Zum Informationsabend des "Wasserquintetts" am Dienstag in der Wipperfürther "Alten Drahtzieherei" waren zirka 140 Besucher gekommen; darunter auch viele Interessierte aus Hückeswagen. Für die Planer steht fest: Der erste, rund sechs Kilometer lange Bauabschnitt zwischen Wipperfürth und Hückeswagen soll bereits Ende des Jahres verwirklicht sein.

Der gesamte Radweg von Marienheide bis Bergisch Born wird eine Gesamtlänge von 28,3 Kilometern haben und bis Ende 2011 mit dem dritten Bauabschnitt zwischen Bergisch Born und Hückeswagen vollendet sein. Er ist das Herzstück des Projekts "Wasserquintett", das im Zuge des NRW-Strukturförderprogramms Regionale 2010 entstanden ist.

Zwei Botschaften sandten am Dienstagabend die Vertreter der beteiligten Institutionen und Gruppierungen aus. Nr. 1: Der Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung ist noch nicht da. Zwar haben die vorbereitenden Arbeiten in Wipperfürth im Bereich Bahnhof und Neye-Siedlung bereits begonnen, doch der eigentliche Bau kann noch nicht beginnen, solange die Mittel noch nicht bereit stehen. Auch können somit die Arbeiten noch nicht ausgeschrieben werden.

Die zweite Botschaft richtete sich an die Kritiker des Radwegs, die sich vor allem gegen die Asphaltdecke wenden und lieber eine wassergebundene Versiegelung sähen. "Wenn der Radweg nicht asphaltiert wird, gibt es keine Förderung, und Sie müssen den Radweg selber bauen", stellte der Geschäftsführer der Bahnentwicklungsgesellschaft NRW, Thomas Lennertz, deutlich klar. Hintergrund: Die Förderrichtlinien sehen unter anderem vor, dass möglichst viele Menschen den Weg nutzen können – also nicht nur Radfahrer, sondern auch Jogger, Wanderer und Inlineskater. Und dafür muss eben eine asphaltierte Oberfläche her. Darüber hinaus würden die Baukosten für eine Wasser-gebundene Decke ungleich höher ausfallen, erläuterte der Diplom-Ingenieur Heinz Lindenschmidt aus Gummersbach. So sei in diesem Fall ein aufwändiges Drei-Schichten-System erforderlich, während bei der Asphalt-Variante ein rationelles maschinelles Verfahren eingesetzt werden kann, was zudem die Bauzeit reduziere.

Nach einer Präsentation der Pläne und der Bekräftigung der Bürgermeister von Marienheide und Wipperfürth, die Pläne umzusetzen, kamen die Zuhörer zu Wort. Einen Wanderer trieb die Sorge, dass Fußgänger Probleme haben könnten, da vor allem die Radfahrer und Inlineskater ein gewisses Gefahrenpotential böten. "Der Weg hat eine Breite von drei Metern", entgegnete Lennertz. Das müsse im Gegensatz zu einigen Wegen entlang des Rheins, auf die sich der Fragesteller bezog, ausreichen.

Quelle: RP
 
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