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Hückeswagen
Frühling hält Einzug in Kleingartenanlage

Hückeswagen: Frühling hält Einzug in Kleingartenanlage
Anna und Janus Plewniak nutzen die Frühlingssonne für erste Arbeiten in ihrer Gartenparzelle. Neben der Beetpflege stehen auch Reparaturen auf der Agenda. FOTO: H. Karsten
Hückeswagen. Die Natur erwacht im Frühjahr aus dem Winterschlaf. Auch die Kleingärtner sind schon fleißig dabei, ihre Parzellen in Busenbach auf die Gartensaison vorzubereiten. Im Verein ist ein Vorstandswechsel geplant, doch es gibt keine Nachfolger. Von Heike Karsten

An den sonnigen Tagen herrscht bereits reges Treiben in der Kleingartenanlage Busenbach. Die Beete werden von Ästen, Blättern, Unkraut und Moos befreit, die Gartenerde gelockert, der Rasen vertikutiert. In den Beeten blühen Schneeglöckchen und Krokusse, an den Sträuchern hängen vereinzelt bunte Ostereier. Auch Anna und Janus Plewniak verbringen jede freie Minute in ihrer Parzelle. "Es ist schön, zu sehen, wie sich die Beete jeden Tag verändern", sagt Anna Plewniak.

Ihr Mann Janus ist seit neun Jahren im Vorstand des Kleingartenvereins aktiv und seit drei Jahren dessen Vorsitzender. Bei den Vereinsmitgliedern ist er bekannt dafür, immer ein offenes Ohr für die Wünsche und Sorgen der Hobby-Gärtner zu haben. "Wenn ich nur mal kurz durch die Anlage gehen will, brauche ich manchmal zwei Stunden", sagt der Vorsitzende lachend und fügt hinzu: "Die Vorstandsarbeit macht sehr viel Spaß, kostet aber auch viel Energie."

Vier Vorstandsmitglieder wollen daher ihren Posten abgeben, doch es fehlt an Nachfolgern. Auf der Jahreshauptversammlung am Freitag im Vereinshaus wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt - jedoch erst einmal nur für ein Jahr anstatt für drei Jahre. So besagt es eigentlich die Satzung. In dieser Zeit soll versucht werden, Nachfolger zu finden, in deren Hände die Leitung übergeben werden kann.

Auf die Vereinsarbeit der vergangenen drei Jahr blickt Janus Plewniak mit Stolz zurück: "Wir haben viel gemacht. Auf allen Hauptwegen wurden neue LED-Lampen installiert, die Wege und der Parkplatz wurden mit Kies aufgeschüttet, sämtliche Geräte auf dem vereinseigenen Spielplatz sind erneuert sowie das Vereinshaus gestrichen und mit einer neuen Kücheneinrichtung versehen worden."

Darüber hinaus mussten zwei Wasserrohrbrüche gefunden und behoben werden. Ausgetauscht wurden alle 82 Wasseruhren, da die addierten Ablesezahlen mit der Anzeige der Hauptuhr nicht mehr übereinstimmten. "Die Anlage ist 36 Jahre alt, da gibt es immer etwas zu tun", betont der Vorsitzende. Kleine Schäden angerichtet haben auch die Stürme der vergangenen Wochen. Einige Dächer der Gartenhäuser müssen repariert werden. Finanziell auf der sicheren Seite sind all diejenigen, die ihre Laube versichert haben. Dass noch immer nicht alle Kleingärtner eine entsprechende Versicherung abgeschlossen haben, kann Plewniak nicht verstehen. "Das ist mit 36 Euro im Jahr viel billiger, als die Reparatur eines Dachs", rechnet der Vorsitzende vor.

Fehlende Zeit ist der Hauptgrund, warum der Vorsitzende und einige seiner Mitstreiter ihre Posten gerne abgeben möchten. "Ich selbst arbeite noch nebenbei und bin oft auf Reisen", sagt der 68-Jährige. Die Arbeit im eigenen Kleingarten muss ebenso gemacht werden. Für Janus Plewniak steht die Reparatur eines morsch gewordenen Holzauns an. Seine Ehefrau beginnt derweil damit, die Erbsen und Gemüsezwiebeln einzupflanzen. Die langen Kletterstangen für die Bohnen sind bereits im Boden verankert. "Dass der Mensch immer was zu tun hat, ist ja Sinn der Sache", findet Anna Plewniak.

Quelle: RP
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