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Ehrenamt Natalie Albrecht
Ganz klein - und schon so hoch hinaus

Ehrenamt Natalie Albrecht: Ganz klein - und schon so hoch hinaus
Die dreijährige Lenja hat viel Spaß beim Trampolinturnen. Darüber freut sich auch Übungsleiterin Natalie Albrecht. FOTO: Wolfgang Weitzdörfer
Hückeswagen. Der Nachwuchs der erfolgreichen Trampolin-Abteilung im TV Winterhagen fängt schon mit drei Jahren zu trainieren an. Natalie Albrecht kümmert sich seit neun Jahren um die Trampolin-Bambini. Und da steht der Spaß im Vordergrund. Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen Lynn, Nina und Lenya klettern so gar nicht zurückhaltend auf dem großen Trampolin herum, das in der Mehrzweckhalle im Brunsbachtal aufgebaut ist. Die fünf-, vier- und dreijährigen Mädchen gehören zu den Trampolin-Bambini, um die sich beim TV Winterhagen Natalie Albrecht kümmert. Die 33-jährige Hückeswagenerin ist selbst seit 17 Jahren aktiv dabei, seit neun Jahren betreut sie die Bambinigruppe, also die Kinder zwischen drei und sechs Jahren.

"Die Übungsgruppe unserer jüngsten Trampolinspringer gibt es aber schon seit 15 Jahren. Seit etwa zehn Jahren findet unser Training in der TVW-Halle in Winterhagen statt", sagt die Mutter zweier sieben und neun Jahre alter Kinder, die den Sport auch bei den Bambini gelernt haben und mittlerweile bei den Großen trainieren.

Albrecht selbst ist seinerzeit über das Ferienspaß-Angebot der Stadt zum Trampolinspringen beim TV Winterhagen gekommen. "Ich habe es 1996 in den großen Ferien einfach mal ausprobiert", sagt Albrecht. Mit nachhaltigen Auswirkungen, wie die 33-Jährige, die in Hückeswagen geboren wurde, allerdings schon seit 21 Jahren in der Nachbarstadt Wipperfürth lebt, schmunzelnd ergänzt. "Das Springen hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich bis heute dabeigeblieben bin." Für sie ist der Sport auf dem elastischen Tuch ein Ausgleich zum Alltag. Genauso übrigens wie das Training mit den Kindern. "Ich sehe, dass es die Kleinen glücklich macht, wenn wir gemeinsam trainieren", sagt Albrecht. Das Training sei zudem mit jeder Menge Spaß verbunden. "Das merken die Kinder natürlich auch. Dazu kommt, dass sie neue Dinge lernen können, aber auch, dass im Training ein gewisser Teamgeist unter den Kids entsteht." Bewegung sei hier das A und O, sagt Albrecht.

Beim Bambini-Training gehe es aber natürlich nicht um die hohen und komplizierten Sprünge, aller Anfang sei schließlich klein, meint Albrecht. "Wir spielen erst ein kleines Aufwärmspiel ohne Trampolin, danach machen wir auf Bodenmatten ein paar turnerische Elemente", erklärt die 33-Jährige einen ganz normalen Trainingsablauf. Danach erst gehe es aufs Trampolin. Und dann schon mal auch ganz zaghaft, vor allem, wenn ein Kind zum ersten Mal Erfahrungen mit dem großen Sportgerät sammeln. "Sie sollen erst einmal ein Gefühl für das Tuch bekommen, einfach darauf wippen und hin- und hergehen", sagt Albrecht. Körperspannung und Gleichgewichtssinn können schließlich am besten durch Erfahrung und Übung erworben werden. Springen dürfen die Trampolin-Bambini aber natürlich auch. "Wer schon ein bisschen Erfahrung gesammelt hat, kann sich dann an den einfachen Grundsprüngen ausprobieren: Hocke, Bücke, Grätschwinkelsprung, dazu kommen verschiedene Sitzsprünge", zählt Albrecht auf. Darüber hinaus gehe es indes im Bambini-Training nicht. "Wenn aber ein Kind echtes Talent zeigt, dann übe ich mit ihm durchaus auch ein wenig separat", sagt Albrecht. Da könne es dann auch sein, dass so ein Naturtalent schon mal vor dem sechsten Geburtstag zu den Großen wechseln darf. "Da muss es aber schon wirklich talentiert sein", betont die 33-Jährige. Derzeit trainiert Albrecht mit sieben Bambini, interessierter Nachwuchs sei aber immer gerne gesehen.

Neben der Arbeit mit den Bambini ist Albrecht auch mit den Größeren im Training. Denn die Trampolin-Abteilung beim TVW ist groß: "Es gibt 80 Springer im Alter von drei bis 55 Jahren", sagt Albrecht. "Ich trainiere alle zwei Wochen dienstags und freitags in der Montanusschule. Tatsächlich bieten wir aber an jedem Wochentag Training an." Ziel sei es, das Trampolinspringen nicht nur für den Wettkampf anzubieten, sondern auch als Breitensport zu etablieren.

Welche Richtung Lynn, Nina und Lenya einschlagen, weiß Albrecht noch nicht. Was aber deutlich sichtbar ist: Die drei Nachwuchshüpfer haben jede Menge Spaß.

Quelle: RP
 
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