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Hückeswagen
Gasflaschen in Abstellraum stellten "keine Gefahr" dar

Hückeswagen. In der Abstellkammer des Hauses Islandstraße 79-81, in der am Montagabend eine Frau versucht hatte, Suizid zu begehen, stehen tatsächlich zwei große Gasflaschen. Das bestätigte gestern eine Bewohnerin. Das Gas wird dazu benutzt, das Unkraut auf dem Parkplatz hinter dem Haus zu entfernen. Da die Frau brennbares Material angezündet hatte und es dabei zu einer Verpuffung gekommen war, bei der sie sich schwere Verletzungen zugezogen hatte, war es zu einem kleinen Brand gekommen. Eine Explosion der Gasflaschen war aber nicht zu befürchten gewesen, bestätigte Stadtbrandinspektor Karsten Binder gestern auf Anfrage unserer Redaktion. "Dafür hat die Wärme nicht ausgereicht", betonte er. Das Feuer war schnell von Hausbewohner gelöscht worden; die Feuerwehr musste nur noch kleine Nachlösch- und Aufräumarbeiten vornehmen.

Bevor eine Gasflasche tatsächlich explodiert, muss das Feuer schon groß und seine Hitze enorm sein, erläuterte Binder. Er erinnerte an einen Brand einer Imbissbude an der Peterstraße im Oktober 2006; auch dort hatten Gasflaschen an der Rückwand gestanden. Das Feuer damals, deutlich größer als das in dem Abstellraum, hatte auch sie in Mitleidenschaft gezogen. Allerdings waren sie nicht explodiert, vielmehr hatte sich an einer Gasflasche - wie das für solche Fälle vorgesehen ist - das Sicherheitsventil geöffnet und den Inhalt freigesetzt.

Die 41-jährige Hückeswagenerin hatte in dem Kabuff mehrere Grills entzündet, wodurch es zu einer Verpuffung kam. "Derzeit untersuchen die polizeilichen Brandermittler den Tatort", teilte Polizei-Sprecherin Monika Treutler gestern mit. Gegen die Frau, über deren aktuellen Gesundheitszustand nichts bekannt ist, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftung eingeleitet.

(büba)
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