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Hückeswagen
GBS-Gewinn auf schwierigem Mietermarkt

Hückeswagen. Mit positiven Zahlen hat die Genossenschaft für Bau- und Siedlungswesen (GBS) trotz anhaltend schwieriger Zeiten auf dem Immobilienmarkt auch das Jahr 2014 abgeschlossen. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den Vorstand Thomas Nebgen gestern Abend bei der Vertreter-Versammlung im Kolpinghaus präsentierte. Demnach stand beim Jahresabschluss eine Bilanzsumme in Höhe von knapp 52,1 Millionen Euro in den Büchern. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss beträgt gut 878 000 Euro. Von Brigitte Neuschäfer

Vorstand und Aufsichtsrat hatten schon im Vorfeld der Versammlung entschieden, 90 000 Euro aus dem Jahresüberschuss der gesetzlichen Rücklage zuzuweisen. Knapp 192 000 Euro fließen in die Ergebnisrücklage, so dass unterm Strich ein Bilanzgewinn von knapp 597 000 Euro bleibt. Davon wird eine Dividende von 2,75 Prozent pro Genossenschaftsanteil ausgeschüttet (insgesamt gut 71 000 Euro). Diesem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Vertreter am Donnerstag zu.

Auch wenn die GBS immer noch Gewinne mit ihren Immobilien vor allem in Hückeswagen, Wermelskirchen, Burscheid und Bergisch Born erwirtschaftet: Die Lage auf dem heimischen Wohnungsmarkt hat sich seit Jahren für die Vermieter im ländlichen Raum permanent verschlechtert. Grund: Das Angebot an Mietwohnungen übersteigt die Nachfrage. Und diese Situation wird sich tendenziell bei weiter sinkenden Einwohnerzahlen - von denen alle Experten mit Blick auf die bergischen Landkreise ausgehen - verschärfen. Der "Mietermarkt" führt zu einem härteren Wettbewerb unter den Vermietern. Sie müssen zunehmend in die Renovierung und Modernisierung ihres Wohnungsbestandes investieren, um die Vermietbarkeit auch längerfristig zu sichern. Darauf ging auch Nebgen in seinem Geschäftsbericht näher ein.

Die GBS hat, so machte er deutlich, auf den Angebotsüberhang bei Mietwohnungen reagiert und schon vor Jahren ihr Kerngeschäft neu ausgerichtet. Der Neubau von Mietshäusern ist für die Genossenschaft schon seit geraumer Zeit kein Thema mehr. Hohe Investitionen fließen in die Instandhaltung, Sanierung und Modernisierung des Bestandes. Da, wo diese Investitionen auch langfristig nicht mehr rentabel erschienen, wurden in den zurückliegenden Jahren (seit 2007) Häuser der Genossenschaft abgerissen, zum Teil auch verkauft.

Auch für das laufende Jahr sind beträchtliche Investitionen in GBS-Immobilien geplant, um weiteren Leerständen von Wohnungen und damit Einnahme-Verlusten vorzubeugen (die BM berichtet in der Samstagausgabe ausführlich).

Quelle: RP
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