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Hückeswagen
GBS investiert Millionen in den Bestand

Hückeswagen: GBS investiert Millionen in den Bestand
Im vorigen Jahr ließ die GBS das Mehrfamilienhaus Wiehagener Straße 9 aufwendig sanieren, wobei vor allem Wert gelegt wurde auf Barrierefreiheit. Gut eine halbe Million Euro ließ sich die Genossenschaft das kosten. FOTO: N. Hertgen (Archiv)
Hückeswagen. Die Zeit der Hochhaus-Abrisse und der Gebäudeverkäufe ist bei der GBS vorbei. Das teilte der Vorstandsvorsitzende Thomas Nebgen am Donnerstagabend auf der Vertreterversammlung mit. Der Fokus liegt nun auf der Sanierung. Von Brigitte Neuschäfer

Von einem "ambitionierten Sanierungs- und Modernisierungsprogramm" sprach Vorstand Thomas Nebgen bei der Vertreterversammlung der Genossenschaft für Bau- und Siedlungswesen (GBS) am Donnerstagabend im Kolpinghaus. In Zahlen schlägt sich das so nieder: 2014 investierte die GBS mehr als 3,7 Millionen Euro in die Instandsetzung und -haltung ihrer Wohnungen. Im Geschäftsjahr 2015 waren es 3,6 Millionen Euro. Für das laufende Jahr sind gut 2,7 Millionen Euro eingeplant. Hinzu kommt 2016 noch ein Budget für die Einzelmodernisierung von Wohnraum in Höhe von rund 840.000 Euro.

Die für 2016 beabsichtigten Modernisierungsarbeiten sind den Mietern bereits angekündigt worden, zum Teil wurde schon damit begonnen. Es geht um zehn Wohnungen an der Fürstenbergstraße 49-51. Schon im vorigen Jahr hatte der Schwerpunkt der Investitionen auf dem Fürstenberg gelegen. 15 Wohnungen waren mit neuen Balkonen ausgestattet worden, im Übrigen stand die energetische Sanierung der Häuser im Mittelpunkt.

Außerdem hatte die GBS die "seniorengerechte" Sanierung im Haus Wiehagener Straße 9 abgeschlossen. Sieben nahezu barrierefreie Wohnungen, die vor allem den Bedürfnissen älterer oder auch behinderter Menschen entgegenkommen, wurden fertiggestellt und sind jetzt quasi im Zustand eines Neubaus. Ein Treppenlift sorgt dafür, dass auch die oberen Etagen problemlos zu erreichen sind. Dank guter Nachfrage konnten die Wohnungen schnell vermietet werden. Die Bilanz des Vorstands: "Das Gebäude ist nun durch die umfangreichen Wärmedämm-Maßnahmen, den Ersatz der Nachtstromspeicheröfen durch eine moderne Gas-Brennwertheizung und die thermisch getrennten neuen großen Balkone in einem energetisch hervorragenden Zustand."

Auch in den kommenden Jahren will die GBS einen erheblichen Prozentsatz aus den Mieteinnahmen und die in den Vorjahren erwirtschafteten Überschüsse in den Bestand reinvestieren. Das wird auch notwendig sein, denn ein Großteil der Liegenschaften ist 20 Jahre alt und - zum Teil - noch wesentlich älter. Entsprechend hoch ist der Aufwand für die Instandhaltung und Instandsetzung. Es sei zwingend erforderlich, den energetischen Standard der GBS-Gebäude laufend zu erhöhen, um die langfristige Vermietbarkeit der Wohnungen bei wieder steigenden Energiepreisen sicherzustellen, heißt es im Geschäftsbericht des Vorstands. Der kann sich bei dieser Marschrichtung der Unterstützung des Aufsichtsrats sicher sein, wurde bei der Vertreterversammlung deutlich.

Quelle: RP
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