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Hückeswagen
GBS treibt die energetische Sanierung voran

Hückeswagen: GBS treibt die energetische Sanierung voran
Neue Farbe und das GBS-Logo: Auch die Fassaden der Häuser am Schmalbeins- (l.) und Rotdornweg (r.) werden energetisch saniert und neu gestrichen. FOTO: Büllesbach
Hückeswagen. Mehr als drei Millionen Euro hat die GBS im vorigen Geschäftsjahr in Pflege, Instandsetzung und Modernisierung ihrer Objekte gesteckt. Aktuell werden Häuser am Rotdorn- und Schmalbeinsweg saniert. Von Heike Karsten

Die Aufgaben der Genossenschaft für Bau- und Siedlungswesen (GBS) haben sich seit ihrer Gründung im Jahr 1950 gewandelt. Statt der Schaffung neuen Wohnraums für die Mitglieder steht heute die Erhaltung und Modernisierung des geschaffenen Wohnraums im Vordergrund. Da hinein hat die GBS in den vergangenen Jahren viel investiert. Auch zählte unter anderem der Abriss mehrerer Hochhäuser dazu. Die Zahlen, die der Geschäftsbericht 2016 aufzeigt und die gestern Abend bei der Vertreterversammlung im Kolpinghaus vorgelegt wurden, untermauern diese Entscheidung: Zum Ende des Jahres 2016 standen nur elf von 1328 Wohnungen leer.

Vorstandsvorsitzender Thomas Nebgen und Marcus Brück, Mitglied des Vorstands, werten diese Zahlen als ein Indiz dafür, dass die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, Verkäufe und der Rückbau von Wohnbeständen zu diesem Ergebnis geführt haben. "Wir werden daher weiterhin an unserem ambitionierten Sanierungsprogramm festhalten und sowohl Gebäudehüllen als auch die Wohnungen in einem zeitgemäßen und energetisch vernünftigen Zustand versetzen", heißt es im Jahresbericht. Nur so könne die langfristige Vermietbarkeit der Wohnungen gesichert und den aktuellen Entwicklungen auf den Energiemärkten - mit stetig steigenden Energiekosten - entsprochen werden.

Die Häuser erhalten in den meisten Fällen auch größere und thermisch getrennte Balkone, zudem werden die Fassaden wärmegedämmt. Des Weiteren liegt das Augenmerk auf der Schaffung von barrierefreien Wohnungen. Bereits abgeschlossen sind die Sanierungen der Mehrfamilienhäuser am Schwarzen Weg, an der Fürstenberg- und Wiehagener Straße. Die Mieter der Häuser am Schmalbeinsweg 2, 4, 6 und am Rotdornweg 27/29 wurden vorab über die inzwischen begonnenen Arbeiten informiert. Insgesamt betrifft die Sanierung im laufenden Geschäftsjahr 40 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 2360 Quadratmetern. Darüber hinaus ist ein umfangreiches Budget von rund 500.000 Euro für die Einzelmodernisierung von Wohnungen vorgesehen. Für die GBS bedeutet das eine große finanzielle Anstrengung.

Die erwartete größere Nachfrage nach Wohnraum durch die Flüchtlingsmigration sei dagegen bislang nicht eingetroffen, heißt es im Jahresbericht. Zwar könne sich der Wohnungsmarkt in der Region jederzeit dadurch verändern. "Der konkrete Umfang ist jedoch schwer zu beziffern, so dass die Entwicklung abgewartet werden muss."

Quelle: RP
 
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