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Hückeswagen
Gemeindeassistent hat Herz für Jugend

Hückeswagen: Gemeindeassistent hat Herz für Jugend
Im Rahmen seiner praktischen Ausbildungszeit im Erzbistum Köln ist Lukas Szczurek - hier in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt - in der Pfarreiengemeinschaft gelandet. Im April zieht er mit Frau und Tochter in die Schloss-Stadt. FOTO: hertgen
Hückeswagen. Seit September ist Lukas Szczurek in der Pfarreiengemeinschaft Rade-Hückeswagen tätig. Das Steckenpferd des neuen Gemeindeassistenten ist die Jugendarbeit. Mit einer Gruppe junger Christen will er zum Weltjugendtag in Polen. Von Heike Karsten

Der nächste Weltjugendtag der römisch-katholischen Kirche findet Ende Juli in Polen statt - und damit im Geburtsland von Lukas Szczurek. Seit September ist der 31-jährige Remscheider Gemeindeassistent in der Pfarreiengemeinschaft Radevormwald-Hückeswagen und in seiner Aufgabe insbesondere für die Jugendarbeit zuständig. Zu seinen ersten Aufgaben gehört es, eine Gruppenreise zum internationalen kirchlichen Jugendtreffen in Krakau zu planen.

"Die Kirche ist eine große lebende Gemeinde und sollte auch so präsentiert werden", sagt Lukas Szczurek. An den weiterführenden Schulen in Hückeswagen hat er sich bereits vorgestellt. Den Kontakt zur Kolpingjugend möchte der Gemeindeassistent ebenfalls herstellen. "Es ist mir wichtig, dass man die Jugendlichen und auch die Eltern nicht alleine lässt und ihnen etwas anbietet", betont Szczurek. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt daher neben der Jugendarbeit auf der Firmung sowie den Bereichen der Kinderpastoral, Mini- und Schulgottesdienste.

Im Alter von zwei Jahren kam der Sohn polnischer Eltern nach Deutschland und wuchs in Remscheid auf. Nach dem Abitur verspürte er den Ruf zum kirchlichen Dienst. "Da ich aber eine Familie gründen und eigene Kinder haben wollte, schied der Beruf des Priesters aus", berichtet der 31-Jährige. So studierte Szczurek zunächst vier Semester Architektur und absolvierte im Anschluss eine Ausbildung zum IT- und Reiseverkehrskaufmann. "Ich bin zu dieser Zeit viel gereist, habe viel gesehen und mit Menschen gearbeitet. Das war bereichernd für mich", sagt er rückblickend.

Mit Menschen arbeiten, jedoch auf der Ebene des Glaubens, blieb weiterhin ein starkes Bedürfnis. So schloss sich ein Theologiestudium in Mainz an, dass Szczurek im Sommer 2014 abschloss. Das Studium sei eine sehr intensive Zeit gewesen, um den eigenen Glauben noch mal in Frage zu stellen und auf dogmatische Fragen einzugehen. "Ich habe den Glauben im Elternhaus erfahren, und er wächst immer weiter", sagt der junge Theologe, der noch bis vor drei Jahren als Messdiener im Einsatz und als Oberministrant mit der Ausbildung des Nachwuchses betraut war.

Zurzeit befindet sich der 31-Jährige in der dreijährigen praktischen Ausbildungszeit im Erzbistum Köln. Das erste Jahr absolvierte er in der Gemeinde St. Laurentius in Wuppertal. Fortgeführt wird die Ausbildung nun in der Pfarreiengemeinschaft Radevormwald-Hückeswagen und in Zusammenarbeit mit Gemeindereferentin Jutta Grobe aus Hückeswagen. Mit seiner Ehefrau und der im Oktober geborenen Tochter Emilia Magdalena wird der Gemeindeassistent im April in die Schloss-Stadt, ins alte Pfarrhaus gegenüber der Kirche St. Mariä Himmelfahrt, ziehen. In der Gemeinde sei er offen und warmherzig aufgenommen worden. Der Unterschied zu Wuppertal ist offensichtlich: "Hier ist alles kleiner", sagt Lukas Szczurek schmunzelnd. Die Fragen, die die Menschen stellen, seien jedoch die Gleichen. "Jesus Christus ist auch auf Fremde zugegangen. Er hat uns durch sein Vorbild sehr viel mitgegeben."

Der Familienvater möchte nun mit den Gemeindemitgliedern ins Gespräch kommen und vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Seinen Beruf als Theologe empfindet er als glückliche Berufung: "Weil ich das mache, wonach mein Herz gerufen hat", sagt der Gemeindeassistent.

Quelle: RP
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