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Hückeswagen
Genussvoll durchs Bergische radeln

Hückeswagen: Genussvoll durchs Bergische radeln
Der SGV-Wermelskirchen bietet zweimal in der Woche Touren für Radfahrer an - mal für Genießer, mal eher für sportlichere Menschen. FOTO: Weitzdörfer
Hückeswagen. Die Wermelskirchener Ortsgruppe des SGV bietet jeden Dienstag und Donnerstag von April bis September geführte Radtouren an. Auch Nichtmitglieder sind willkommen. Von Wolfgang Weitzdörfer

Den Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) verbindet man in allererster Linie mit dem Wandern. Und in der Tat verfügt der 1891 gegründete Wanderverein über stolze 242 Abteilungen, in denen 2700 ehrenamtliche Wanderführer den etwa 35.000 Mitgliedern in jeweils rund 16.500 Einzelveranstaltungen pro Jahr die rund 43.000 Kilometer markierte Wanderwege in geführten Wanderungen nahezubringen versuchen. Natürlich kann man sich auch alleine auf den Weg durch die wunderschönen Landschaften begeben.

Das ist allerdings nicht alles. Das bestätigt auch SGV-Mitglied Horst Jaeger aus Wermelskirchen. Denn es gibt in manchen Ortsgruppen auch Radfahrabteilungen, so etwa in der Wermelskirchener Gruppe: "Wir sind zwischen 20 und 25 feste Teilnehmer, es kann aber jeder gerne einfach so zu einer unserer Fahrradtouren kommen", sagt Jaeger. Von April bis September bieten die sechs bis acht Radwanderführer der Ortsgruppe jeweils am Dienstag und am Donnerstag geführte Radtouren durchs Bergische Land an. Los geht es jeweils um 18 Uhr, im September um 17 Uhr: "Weil es da ja schon früher wieder dunkel wird", sagt Jaeger. Schließlich ist es bei Tageslicht umso schöner, durch die Landschaft zu radeln.

Die Touren sind zweigeteilt, erklärt der Radwanderführer: "Am Dienstag fahren wir immer leichtere Strecken, da nehmen wir auf alle Rücksicht, auch auf diejenigen, die eher selten auf einem Drahtesel sitzen", sagt er schmunzelnd: "Das ist mehr was für Genießer! Am Donnerstag geht es dann schon etwas sportlicher zu, da sollte man durchaus ein bisschen mehr Kondition mitbringen." Die Touren sind zwischen 15 und 35 Kilometer lang, also sollten die Radler zwischen zwei und vier Stunden Zeit einplanen, manchmal auch länger, wie Jaeger lachend sagt: "Denn im Anschluss ans Radeln kehren wir immer noch irgendwo ein, beim Klönen kann die Zeit natürlich schnell vergehen..."

Die Tour, die Horst Jaeger zum Start in die Saison ausgesucht hat, ist eine der eher gemütlichen und mit rund 24 Kilometern Länge gut in zwei Stunden machbar. Los geht es am Loches-Platz in Wermelskirchen, dem Treffpunkt des überwiegenden Teils der SGV-Touren. Über den Brückenweg, die Thomas-Mann-Straße und die Berliner Straße muss man zunächst durch die Stadt radeln, ehe es an der Zweigstelle der Stadtsparkasse auf die Balkantrasse geht. Die fährt man nun ein ganzes Stück gemütlich entlang, bis es beim Kilometerstein 16,6 rechts ab auf den Radweg R1 geht, der durch idyllische Felder hoch zum Hotel Engelsburg führt. Dort gelangt man direkt auf die Landstraße 412, der man aber nur ein paar Meter nach links folgt, ehe es wieder rechts ab hinunter ins wunderschöne Feldbachtal geht. Die Abfahrt ist für die Beine eine Erholung, und für die Augen bietet sich ein wunderschöner Ausblick über bergisch-grüne Weiten.

Nach etwa einem Kilometer fährt man links weiter in Richtung der Panzer-Talsperre, die man aber links liegenlässt und immer weiter durchs Grüne und die schöne, waldige Landschaft fährt. Wieder in die "Zivilisation" gelangt man dann an der Rader Straße, etwa auf Höhe des Restaurants "Himalaya". Weiter geht es nach Lennep, jetzt wieder durch bewohnte Straßen, über die Schrödershöhe, die Hentzenallee, die Hackenberger Straße, die Lüttringhauser Straße und die Gartenstraße bis man schließlich am Bahnhof Lennep herauskommt.

Dort wird es wieder etwas verkehrsberuhigter, denn man fährt am Bahnhof wieder auf die Balkantrasse, die einen dann bis Bergisch Born zur Tennishalle führt - "ein idealer Ort, um einzukehren, denn dann muss man nur noch die größtenteils flach verlaufenden knapp fünf Kilometer über die Balkantrasse zurück zum Ausgangspunkt in Wermelskirchen radeln", sagt Horst Jaeger, der fortfährt: "Wir sind übrigens immer auf der Suche nach neuen Mitstreitern."

In der Hauptsache sind die Teilnehmer nämlich Senioren der Altersgruppe 65 plus. "Nachwuchs ist herzlich willkommen. Wir sind auch sehr unkompliziert. Wer Interesse hat, kann auch als Nichtmitglied im SGV einfach zu einer der Touren vorbeikommen und es mal mit uns ausprobieren."

Quelle: RP
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