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Hückeswagen
Geschenke im Karton für Kinder in Not

Hückeswagen. Im fünften Jahr organisieren Silke Wolff (47) und ihr Sohn Robin (13) aus Wiehagen nun wieder die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton". Ihr Heim in Wiehagen ist eine Sammelstelle. Die Pakete gehen an Kinder, denen es nicht so gut geht. Von Stephan Büllesbach

Die Freude ist den Mädchen ins Gesicht geschrieben. Während das eine mit schwarzen Locken dabei ist, das bunte Weihnachtspapier des gefüllten Schuhkarton zu öffnen, freut sich das andere auf die Übergabe seines Päckchens. Dieses Foto aus dem aktuellen Ideenheft des Vereins "Geschenke der Hoffnung" zeigt eindrucksvoll, wie sehr die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" bei den Adressaten in aller Welt ankommt.

Seit 2012 haben auch viele Hückeswagener dafür gesorgt, dass vor allem Kinder in Osteuropa eine besondere Weihnachtsbotschaft erhielten: "Du bist nicht vergessen. Es gibt Menschen, die denken an Dich und möchten, dass es Dir gut geht" - so wirbt die Organisation "Geschenke der Hoffnung", die die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" auf den Weg gebracht hat. 81 gefüllte Kartons waren bei der Premiere zusammengekommen, darunter 20 von der Firma Pflitsch. Im vorigen Jahr wurden 67 Pakete, darunter auch wieder 21 von Pflitsch, direkt bei Mutter und Sohn Wolff abgegeben. Insgesamt stapelten sich in ihrer Sammelstelle aber am Ende 205 Stück - der Rest war aus Wipperfürth und Radevormwald nach Wiehagen geliefert worden. Die dortige Grundschule Wiehagen organisiert für ihre Schüler die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" bereits seit 2005.

Robin und Silke Wolff sind erneut im karitativen Einsatz: Bis zum 15. November nehmen Mutter und Sohn die Päckchen für Kinder an, denen es nicht so gut geht (siehe Infokasten). Wie viel für deren Inhalt ausgegeben wird, ist jedem Spender selbst überlassen. Schön wäre es, wenn die Kartons samt Deckel innen und außen mit Geschenkpapier beklebt werden. Darum sollte ein starkes Gummi gelegt werden, damit nichts auseinanderfällt.

"Ich mache das immer noch, weil es schön ist, anderen Leuten, denen es nicht so gut geht, zu helfen und eine Freude zu bereiten", versichert Robin Wolff. Der 13-Jährige, der die achte Klasse des Wipperfürther St.-Angela-Gymnasiums besucht, zweigt gerne etwas ab von seinem Taschengeld. Seiner Initiative ist es auch zu verdanken, dass die Wiehagener Kleinfamilie in diesem Jahr zum fünften Mal die Pakete annimmt. 2011 hatte sie ihr Paket zu spät gepackt und war es nicht mehr losgeworden. Robin wollte jedoch wissen, wo es Annahmestellen gibt und ob jeder eine solche führen kann. Das war 2012 die Initialzündung, selbst eine solche Anlaufstelle anzubieten.

Seit dem vorigen Jahr sind die Wolffs in der "Hierarchie" sogar aufgestiegen und betreuen statt einer Annahme- eine Sammelstelle in Hückeswagen. Damit hätten (nicht nur) die Hückeswagener eine ortsnahe, nicht-schulgebundene Anlaufstelle für die Aktion, sagt die Chemikerin. Die Päckchen müssten auch nicht einen weiteren "Umpack-Vorgang" durchlaufen, sondern könnten direkt verpackt und versandt werden. Bis 2014 hatten Mutter und Sohn die gesammelten Pakete nach Bergisch Born zur Evangelischen Gemeinde gebracht, jetzt werden sie direkt per Lkw in Hückeswagen abgeholt.

Mit den Schulen ist Silke Wolff auch in diesem Jahr im Gespräch, und auch die Kindergärten will sie noch um Unterstützung bitten. Pflitsch macht erneut mit. Besonders freut sie sich über die Unterstützung des Einzelhandels. "Viele Einzelhändler haben sich schon bereiterklärt, uns wieder Schaufensterplatz für die Poster zur Verfügung zu stellen", sagt die 47-Jährige.

Für ihren Sohn ist die Hilfe wichtig: "Für die Kinder, die die Geschenke erhalten, muss das der schönste Tag im Jahr sein. Denn sie haben vielleicht noch nie ein Geschenk bekommen." So mache "Weihnachten im Schuhkarton" allen Freude: "Leute hier kaufen ein und packen Päckchen und denken an die Kinder, andere organisieren die Verteilerfahrten und haben Freude. Und die Kinder wissen, dass wir an sie denken und haben schöne Geschenke."

Quelle: RP
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