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Hückeswagen
Geschichtsverein taucht ein in Antike und Mittelalter

Hückeswagen. Drei erlebnisreiche Tage an der Mosel liegen hinter Mitgliedern und Freunden des Bergischen Geschichtsvereins. Unter Leitung von Franz Mostert kam es auf den Sprung vom ausgehenden Mittelalter zurück in das Rom der Spätantike mit Schwerpunkt Trier als ältester Stadt Deutschlands an. Die mehr als 850 Jahre alte Burg Eltz, unzerstört und im Original erhalten, war erste Station. Nach einer fachkundigen Führung blieb viel Zeit zu individueller Erkundung und zu den Schätzen der in 34 Generationen residierenden "Eltzer".

Ziel war auch Trier, einst eine der größten Metropolen des römischen Reiches. Erst einmal ließen es sich die Hückeswagener im von Nellschen Weingut nicht nehmen, von den Mosel-Weinlagen zu kosten. Auch hier war Geschichte gefragt. So stellte sich heraus, dass der bekannte Theologe und Jesuit Oswald von Nell-Breuning enges Familienmitglied war. Für die meisten Teilnehmer war der Besuch des Rheinischen Landesmuseums Höhepunkt der Tour. "Allein diese riesige, modernst eingerichtete Exponaten-Schau vom kostbarsten Partikel bis zu den Groß-Monumenten aus der Römerzeit bis ins christliche, frühe Mittelalter lohnt eine Exkursion nach Trier", sagte die Ortsvorsitzende Iris Kausemann.

Der Stadtrundgang unter Leitung von Margarete Michels begann vor der Porta Nigra, ging bis zur Bürgerkirche St. Gangolf und dann durch "Liebfrauen" und das "Paradies" in den geschichtsträchtigen Dom. Die Gruppe stattete auch in der Krypta der Grablege des aus Rade stammenden Trierer Erzbischofs Franz Rudolf Bornewasser einen Besuch ab. Sonntagmorgen stand als außerplanmäßiger Programmpunkt der Blick in eine der ältesten romanischen Kirchbauten Triers an. In der monumentalen Benediktiner-Abtei St. Matthias ruhen die Gebeine des gleichnamigen Apostels Christi.

Die Rückfahrt entlang des Moseltals wurde in Bernkastel-Kues unterbrochen und ging dann weiter mosel-abwärts bis Zell. Die Teilnehmer an der ereignisreichen Fahrt waren sich einig: "Viel gesehen, vieles gehört, viel persönliche Freizeit und viel Spaß an der Freud'".

(rue)
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