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Hückeswagen
Gewerbegebiet West 3 soll noch vor 2020 an den Start gehen

Hückeswagen: Gewerbegebiet West 3 soll noch vor 2020 an den Start gehen
Blick auf Junkernbusch - hier soll in einigen Jahren das Gewerbegebiet West 3 entstehen. FOTO: Moll (Archiv)
Hückeswagen. Die Planungen für das Gewerbegebiet West 3 im Bereich Kammerforsterhöhe / Junkernbusch sind schon viele Jahre alt. Bis sie umgesetzt werden, wird noch weitere Zeit ins Land gehen. Das Erschließungskonzept und die Vorarbeiten für den Bebauungsplan habe die Stadt inzwischen in Auftrag gegeben, sagte Bürgermeister Dietmar Persian jetzt im Planungsausschuss auf Anfrage von Gerhard Welp (FDP). Persians Prognose: "In zwei, drei Jahren sind wir so weit, dass eine Ansiedlung von Gewerbebetrieben dort möglich ist." Von Brigitte Neuschäfer

Im Vorfeld hat die Hückeswagener Entwicklungsgesellschaft (HEG), eine hundertprozentige Tochter der Stadt, in diesem Jahr das Gelände der Ende 2014 geschlossenen Baumschule Geesdorf in Junkernbusch gekauft. Sie hat auch noch ein weiteres Grundstück, das bislang als Grünfläche genutzt wurde, dort erworben. Die Stadt ist damit bereits im Besitz größerer Flächen an der Bundesstraße 237 zwischen Kammerforsterhöhe und Heidt, die sie im neuen Gewerbegebiet vermarkten kann.

Als Industrie-Standort ist West 3 nicht geeignet. Ansiedeln sollen sich an der westlichen Peripherie der Stadt Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Frühere Pläne, dort auch einen Discounter wie Lidl zu errichten, sind längst nicht mehr aktuell. Die politische Mehrheit will definitiv keine Lebensmittelmärkte auf der grünen Wiese, also am Rand der Stadt, die den Einzelhandel im Stadtzentrum und in Wiehagen schwächen würden. Durchaus willkommen wäre aber zum Beispiel ein Baumarkt, den es sonst nirgendwo in Hückeswagen gibt.

Bedarf an neuen Industrie- und Gewerbeflächen besteht im gesamten Oberbergischen. Der Landkreis arbeitet deshalb derzeit an einem Konzept für alle 13 oberbergischen Städte und Gemeinden, in dem Reserveflächen ausgewiesen werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass kreisweit bis zum Jahr 2030 weitere 160 Hektar Land für die Industrie und 110 Hektar fürs Gewerbe benötigt werden. Diese Zahlen nannte Stadtplaner Matthias Müller im Planungsausschuss. Allein im Norden des Oberbergischen Kreises mit den Städten Radevormwald, Hückeswagen und Wipperfürth fehlten aktuell 43 Hektar Industrie- und etwa vier Hektar Gewerbefläche.

Auf Hückeswagener Gebiet sieht die Stadt Entwicklungspotenziale für Gewerbegebiete im Bereich der Erddeponie bei Großenscheidt, außerdem im Umfeld der Hofschaft Sohl und bei Marke an der Grenze zu Radevormwald.

Quelle: RP
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