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Hückeswagen
Glücksscherben in Anlauf zwei
Hückeswagen: Glücksscherben in Anlauf zwei
Richtfest bei den Mlinartziks im Weierbachblick: Die Familie ist glücklich über den zügigen Baufortschritt. In den zurückliegenden Tagen ist das erste Haus im Neubaugebiet schon bezogen worden. BM-Foto· Hans Dörner FOTO: RPO
Hückeswagen. Beim zweiten Versuch ist es geschafft: Das Schnapsglas des Zimmermanns zerscheppert auf dem steinigem Untergrund, Applaus kommt auf. Das Haus der Familie Mlinartzik im Neubaugebiet Weierbachblick ist „gerichtet“. Von Norbert Bangert

Für Bauherren ist das Richtfest der erste Höhepunkt beim Hausbau. Zimmermann Klaus Wiwiorra aus Lindlar hatte sich für das Wochenende bei der Familie Mlinartzik angekündigt, um das obligatorische Ritual zu vollziehen. Für das kleine Fest um und in ihrem gerade entstehenden Traumhaus hatte sich die junge Familie gutes Wetter gewünscht. Und es war schön. Ein nahezu wolkenloser Himmel und angenehme Temperaturen ließen die Laune bei den zirka 30 Gästen schnell steigen.

Nach dem ersten Spatenstich am 25. Juni war alles ganz schnell gegangen. In Windeseile wurde das „Town & Country“-Haus vom „Typ 107“ in Massivbauweise aufgebaut. „Wir sind sogar noch etwas vor unserem Zeitplan“, berichtet Marcel Mlinartzik über den Baufortschritt. Ein Grund sei, so der Familienvater, dass auf einen Keller verzichtet worden ist. „Dafür bekommen wir noch eine Garage. Irgendwo müssen wir ja die ganzen Sachen unterstellen.“ Aber auch finanzielle Gesichtspunkte hätten bei der Entscheidung eine Rolle gespielt.

Kuchenhaus ist schon fertig

Noch bevor der Zimmermann, assistiert von einem Gesellen, nun am Samstag den Richtbaum am Dach befestigt hatte, gratulierten Helfer, Freunde, Bekannte und Verwandte dem Ehepaar Nicole und Marcel mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie. Viele hatten ein kleines Geschenk mitgebracht. So auch Mirjam Stoy, die sich für diesen Anlass etwas ganz Besonderes hatte einfallen lassen: „Ich habe für die drei ein Kuchenhaus gebacken. Die Dachziegel sind aus Löffelbiskuit und die Wände aus Zitronenkuchen“, schilderte sie.

Dann das eigentliche Richtfest: Der Ast eines Baumes wurde außen an der Dachrinne befestigt, denn das Dach ist bereits gedeckt. Ein richtiges Richtfest sei es dann ja gar nicht, bemerkte eine Besucherin kritisch. Doch die Mlinartziks lieferten eine in diesem Sommer einleuchtende Begründung. „Wir wollten vorsorgen, falls es regnet. Außerdem macht die Firma SHS eine Präsentation für Interessenten“. Geschäftsführer Reinhard Sörgens war denn auch an diesem Nachmittag unentwegt dabei, Besuchern die Vorzüge des Hauses zu erläutern. Mit dem Richtspruch folgte der krönende Abschluss der kleinen Feier. Nachdem der Zimmermann dreimal auf das Wohl der Bauherrn, der Handwerker und das Haus getrunken hatte, rief er aus: „Nun Glas zerspringe mit klirrendem Krach, bringe Glück diesem Haus bis unter das Dach.“.

Quelle: RP
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