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Hückeswagen
Gotteshütte renoviert Aufgebauer-Haus

Hückeswagen: Gotteshütte renoviert Aufgebauer-Haus
Das Haus des ehemaligen Hausarztes Dr. Johannes Aufgebauer wird zurzeit umfangreich saniert. Das Jugend- und Sozialwerk Gotteshütte will dort schon bald unbegleitete Flüchtlinge unterbringen. FOTO: büba
Hückeswagen. Das Jugend- und Sozialwerk investiert in die Zukunft und saniert zurzeit das Haus des ehemaligen Hückeswagener Hausarztes Dr. Johannes Aufgebauer gegenüber vom Johannesstift. Hier sollen künftig junge Flüchtlinge betreut werden. Von Joachim Rüttgen

Das Jugend- und Sozialwerk Gotteshütte hat das nächste Großprojekt gestartet: Genau gegenüber vom Haupteingang zum Johannesstift wird zurzeit das Haus des ehemaligen Hausarztes Dr. Johannes Aufgebauer saniert. "Wir wollen dort künftig einige junge Flüchtlinge betreuen und fürs Leben selbstständig machen", sagt der geschäftsführende Vorstand und Einrichtungsleiter Sascha Viehoff.

Hierbei handele es sich um eine Betreuung, die nicht mehr ganz so umfangreich sei wie zu Beginn, wenn die minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge nach teils monatelanger Flucht in die Schloss-Stadt kommen. Die jungen Männer, die in dem sanierten Haus untergebracht werden sollen, sind alle über 18 Jahre und haben bereits mehrere Stufen der Betreuung durch die Mitarbeiter der Gotteshütte durchlaufen.

"In Wipperfürth betreuen wir die Neuankömmlinge, für die Jugendhilfebedarf besteht und für die wir in erster Linie Deutsch-Kurse organisieren", erklärt Viehoff. Hier verweilen die jungen Flüchtlinge meist bis zu sechs Monate. "Da geht es auch ganz viel um die Fluchtgeschichten. Die jungen Flüchtlinge haben viel Schreckliches erlebt und müssen zur Ruhe kommen. Dazu gehört auch eine Trauma-Therapie", sagt Viehoff.

In einem nächsten Schritt ziehen die Flüchtlinge in eine Wohngruppe in Wipperfürth mit zehn Plätzen. Konzipiert ist diese Art der Betreuung für die Flüchtlinge, für die es noch keine Lösung ist, in eine eigene Wohnung zu ziehen. Wer dazu in der Lage ist, soll künftig in das "Dr. Aufgebauer-Haus" in Hückeswagen ziehen und wird dort auf ein selbstständiges Leben vorbereitet. "Dafür haben wir das Haus angemietet und lassen es gerade nach unseren Vorstellungen umbauen", sagt Viehoff.

Er rechnet damit, dass die umfangreichen Renovierungsarbeiten bald abgeschlossen sind, damit ab 1. Oktober der Betrieb beginnen kann. Dann sollen die ersten unbegleiteten Flüchtlinge einziehen. Viehoff ist wichtig, dass die Gotteshütte, die mit dem Slogan "Miteinander leben - voneinander lernen" wirbt, die Betreuung der jungen Menschen in enger Kooperation mit den Jugendämtern organisiert. "Wir schauen immer, wo der Bedarf ist", sagt Viehoff. Deshalb seien ihm Konzepte wichtig, die konkret helfen. "Wir machen nix auf eigene Faust, sondern immer in Absprache mit den Beteiligten", sagt er.

Das Jugend- und Sozialwerk "Gotteshütte" wurde 1954 gegründet, hat seinen Sitz in Wipperfürth und ist Anbieter der freien Jugendhilfe. Das Angebot besteht aus Familiengruppen, Erziehungsstellen, Kinder- und Jugendwohnen, teilstationären Gruppen und ambulanten Maßnahmen.

Quelle: RP
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