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Hückeswagen
Große Ehre für Gotteshütte-Mitarbeiter

Hückeswagen: Große Ehre für Gotteshütte-Mitarbeiter
Als Würdigung ihrer Arbeit für die Gotteshütte empfinden die Ausgezeichneten das Kronenkreuz (v. l.): Monika Salewski, Wolfgang Viehoff, Volker Platte, Superintendent Hartmut Demski, Peter Sperling, Cäcilia Pütz, Sieglinde Beritz, Elisabeth Kalkhofer, Volker Achenbach, Christine Schiffer, Jochen Tweer sowie der geschäftsführende Vorstand und Einrichtungsleiter Sascha Viehoff. FOTO: joachim rüttgen
Hückeswagen. Das Jugend- und Sozialwerk verlieh gestern zehn Mitarbeitern das Kronenkreuz - ein Dankeszeichen für eine langjährige ehren- oder hauptamtliche Mitarbeit in der Diakonie. Superintendent Hartmut Demski überreichte die Auszeichnung. Von Joachim Rüttgen

Superintendent Hartmut Demski vom Evangelischen Kirchenkreis Lennep hält das Kronenkreuz für ein starkes Symbol. "Aus diesem Kreuz spricht viel. Es steht für Kraft und Perspektive, um Menschen in Not zu helfen", sagte er bei der Verleihung der Auszeichnung an zehn Mitarbeiter des Jugend- und Sozialwerks Gotteshütte im Gemeindezentrum Lindenberg.

Seit 1972 wird das Kronenkreuz als Dankeszeichen für eine langjährige ehren- oder hauptamtliche Mitarbeit in der Diakonie in Form einer Anstecknadel oder Brosche sowie einer Urkunde verliehen. "Dabei steht immer die Würdigung des Engagements und die geleistete Arbeit im Blickpunkt", sagte der geschäftsführende Vorstand und Einrichtungsleiter Sascha Viehoff. Für ihn war die Verleihung mit einem besonders emotionalen Moment verbunden, schließlich zeichnete er auch seinen Vater Wolfgang Viehoff für 40 Jahre Tätigkeit in der Leitung der Gotteshütte aus. Von 1982 bis 2010 leitete er die Einrichtung. "Das ist toll, den eigenen Vater zu ehren", sagte Viehoff gerührt. "Schon mein Großvater Carl-Heinz Brüning war hier tätig. Er hat vor mehr als 25 Jahren zuletzt das Kronenkreuz verliehen." So gab es gestern einige bewegende Gespräche über die Vergangenheit. "Mir war nicht bewusst, dass es in einem Haus an der Friedrichstraße mal eine Babystation der Gotteshütte gab", sagte Viehoff.

Da die Gotteshütte 2015 für viele neue Projekte (gerade auch in der Flüchtlingsarbeit) 20 neue Mitarbeiter eingestellt hat, sei eine solche Feier bestens geeignet, Kontakte zu knüpfen. "Wir arbeiten ja meist dezentral an verschiedenen Standorten. Da ist es schon mal schwierig, ein Wir-Gefühl zu entwickeln", sagte Viehoff. Zurzeit kümmern sich 115 Mitarbeiter um 140 Kinder, Jugendliche und Familien in Hückeswagen und Wipperfürth. In Engelskirchen, Waldbröl und Nümbrecht wohnen Familien, die ein Pflegekind aufnehmen. Seit 2015 gibt es eine Gruppe in Lennep, die Geschäftsstelle hat seit 2012 ihren Sitz in der alten Post, Peterstraße 13.

Was Viehoff besonders freut, ist, dass viele Mitarbeiter nicht durch Ausschreibungen, sondern durch Mund-zu-Mund-Propaganda zur Gotteshütte kamen. So ist sein Vater gelernter Industriekaufmann. "So eine Auszeichnung ist etwas Besonderes, eine Ehre für mich und meine Arbeit", sagte Wolfgang Viehoff. Er spüre, dass seine Arbeit wertgeschätzt wird. "Ich habe den Dienst aber nie als Arbeit gesehen, sondern als Berufung", sagte er.

Ähnlich geht es Sieglinde Beritz, die 44 Jahre in der Verwaltung der Gotteshütte gearbeitet hat. "Es ist eine große Ehre, denn ich habe die Arbeit immer gerne gemacht. Das war selbstverständlich für mich."

Geehrt wurden außerdem Volker Achenbach (30 Jahre pädagogische Leitung), Elisabeth Kalkhofer (37 Jahre pädagogischer Dienst), Volker Platte (34 Jahre in Diakonischen Einrichtungen der Behinderten- und Jugendhilfe der Evangelischen Kirche), Cäcilia Pütz (28 Jahre Hauswirtschaft), Monika Salewski (42 Jahre pädagogischer Dienst), Christine Schiffer (29 Jahre) und Peter Sperling (30 Jahre/beide im pädagogischen und therapeutischen Dienst sowie in leitenden Tätigkeiten), Jochen Tweer (25 Jahre im pädagogischen und freizeitpädagogischen Diensten und in leitenden Tätigkeiten).

Quelle: RP
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