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Hückeswagen
Grundschüler erkunden Welt des Wassers

Hückeswagen: Grundschüler erkunden Welt des Wassers
Viertklässler der Grundschule Wiehagen experimentierten gestern im Wasserwerk Kleineichen. Hier stellen (v. l.) Motesa, Jamal und Marvin mit Lebensmittelfarbe "Zauberzucker" her. FOTO: J. Moll
Hückeswagen. Am Weltwassertag schauten sich Wiehagener Grundschüler auf Einladung der BEW gestern das Wasserwerk in Kleineichen an, das die ganze Stadt mit sauberem Trinkwasser versorgt. Das "Haus der kleinen Forscher" bot dazu Experimente an. Von Heike Karsten

Für Rahgad (11) ist das Wasser aus dem Hahn längst nicht nur zum Waschen da. "Ich trinke das zu Hause auch immer. Es schmeckt gut", sagte die Viertklässlerin der Grundschule Wiehagen. Mit ihren Klassenkameraden durfte sie sich gestern Morgen ansehen, woher das Hückeswagener Trinkwasser überhaupt kommt. Die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) hatte die Grundschüler zum "Tag des Wassers" ins Wasserwerk Kleineichen eingeladen.

Besonders groß wurden die Augen der Schüler beim Blick in den Brunnenschacht. Die Anforderungen, die die Schüler an das Trinkwasser stellten, waren klar definiert: "Es soll klar, kalt, sauber und möglichst geschmacksneutral sein", trugen die Viertklässler zusammen, nachdem Guido Urban sie dazu aufgefordert hatte. Der Rohrnetz- und Wasserwerksmeister der BEW erläuterte auf kindgerechte Art, dass ohne Wasser kein Leben möglich ist und in welch glücklicher Lage sich die Schloss-Stadt befindet, ein eigenes Wasserwerk mit drei Brunnen zu betreiben. "Die Fördermenge reicht für alle 16.000 Einwohner. Das Wasser ist so rein, dass es ohne Zusätze oder Aufbereitung vom Verbraucher bedenkenlos zu genießen ist", betonte Urban nicht ohne Stolz.

Seit 1896 wird hier Wasser gefördert. "Und das ohne Störungen von außen", sagte der BEW-Mitarbeiter, der beim Umbau des Werks mitgeholfen hat und es als "seine Passion" bezeichnet.

In den Nebenräumen des Wasserwerks durften die Grundschüler nach der Führung noch bei praktischen Versuchen selbst Hand anlegen. Mitarbeiter der Initiative "metabolon" unterstützten die BEW beim "Tag des Wassers" mit zwei Experimenten aus dem Programm "Haus der kleinen Forscher". Eine Frage lautete: Wie löst sich eigentlich Würfelzucker in Wasser oder Tee auf? Was normalerweise unsichtbar geschieht, wurde durch farbige Tinte sichtbar gemacht.

Bei Mitarbeiter Marc Härtkorn erhielten die Kinder die Aufgabe, möglichst schwimmtaugliche Boote aus Knetmasse zu formen. Sie erforschten damit den Einfluss verschiedener Formen auf die Schwimm- und Tragfähigkeit von Booten. Das Knetboot von Rahgad war besonders "seefest" und ging erst nach einer Beladung mit acht Unterlegscheiben aus Metall in der Plastikwanne unter. Die Kinder hatten ihren Spaß daran, erklärt wurden ihnen die Experimente jedoch nicht. Sie mussten ihre eigenen Schlüsse daraus ziehen.

In einer knappen Stunde erhielten die Wiehagener Viertklässler einen kleinen Einblick in die Thematik. So erfuhren sie, dass das Wasser aus 40 Meter Tiefe mit Hochdruckpumpen heraufbefördert wird, dass es regelmäßig kontrolliert wird und bedenkenlos getrunken werden kann. Sie lernten ebenso, dass Regen auch etwas Gutes ist, weil er für Trinkwasser-Nachschub sorgt. Ein Luxus, der allzu oft als selbstverständlich angesehen wird.

Wie das Wasser jedoch vom Wasserwerk in Kleineichen durch die Stadt und bis auf den Berg in Wiehagen kommt, darüber rätselten die Schüler auch noch nach der 45-minütigen Führung. Dabei hätten sie nur den Rohrnetz- und Wasserwerksmeister fragen müssen. "Trinkwasser ist ein unerschöpfliches Thema", sagte Guido Urban und fügte hinzu: "Wenn nur ein bisschen davon in den kleinen Köpfen hängen bleibt, ist das schon ein großer Schritt in die Zukunft."

Quelle: RP
 
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