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Hückeswagen
Händler hoffen auf baustellenfreie Zeit

Hückeswagen: Händler hoffen auf baustellenfreie Zeit
Von einer Fertigstellung noch lange keine Spur - der Umbau des Rewe-Markts wird sich wohl bis März hinziehen. Geplant war ursprünglich, dass Ende November alles vorbei ist. FOTO: M. Schütz
Hückeswagen. Das zweite Weihnachtsgeschäft in Folge muss der Einzelhandel mit einer Baustelle im Zentrum leben. Dieses Mal mit dem Umbau des Rewe-Markts, durch den auf dem Etapler Platz Parkplätze wegfallen. Das nervt Händler und Kunden. Von Stephan Büllesbach

Diesen Wunsch kann ihm nur die Stadtverwaltung erfüllen. So sagt Uwe Heinhaus, Sprecher der Werbegemeinschaft: "Wenn hier mal alles beendet ist, wünsche ich mir für fünf Jahre keine einzige Baumaßnahme mehr auf Etapler Platz, Bahnhofstraße, Islandstraße und Alte Ladestraße." Dann hätte der Handel endlich einmal Ruhe und die Möglichkeit, durchzuschnaufen.

Bis es soweit ist, wird es wohl Sommer werden. Denn bis März steht der Umbau des Rewe-Markts am Etapler Platz an (siehe unten stehenden Artikel), und voraussichtlich ab Mitte April (nach Ostern) geht's mit der Neugestaltung des Etapler Platzes weiter. Das dürfte weitere drei Monate dauern.

Dabei hätten die Händler eigentlich ein paar Monate Zeit zum Durchpusten gehabt, sollte doch der Rewe-Umbau Ende November beendet sein. Darauf hatten sie sich nach früheren Gesprächen mit Investor Martin Schommer verlassen. Doch weil die Baustelle bestehen bleibt, fallen auch weiterhin Parkplätze weg - sehr zum Ärger der Händler und der Kunden. "Es fehlt an Parkplätzen, Parkplätzen, Parkplätzen!", macht Heinhaus das Dilemma deutlich. "Manche Kunden versuchen erst gar nicht mehr, zu uns zu kommen", sagt seine Kollegin Ute Seemann. Es sei schon in ihren Köpfen, dass sie keine Parkplätze fänden. Andere wiederum kreiseln auf der Suche nach einem freien Parkplatz. "Das ist mitunter ein Hauen und Stechen", hat Heinhaus festgestellt. So sei das nunmal auf dem Land, sagt er: "Der Kunde will bis zum Geschäft fahren, und der Kofferraum ist seine Einkaufstasche", bringt es der Spielwarenhändler auf den Punkt.

Nun müssen die Händler anderweitig punkten, um die Kunden in die Stadt zu locken. "Wir bieten zum Beispiel an, die Sachen nach Hause zu bringen oder sie bis zum Auto zu tragen. Da sind wir flexibel", sagt Heinhaus. Ute Seemann unterstreicht: "Woanders haben sie nicht solche Möglichkeiten. Auch nicht des reibungslosen Umtauschs und des kostenfreien Parkens." Dann schiebt sie hinterher: "Auch wenn das einen Moment dauern kann bis ein freier Parkplatz gefunden ist."

In diesem Zusammenhang appelliert Heinhaus an alle Anreiner des Etapler Platzes, nicht dort zu parken, sondern dafür die Flächen an der Wupperaue zu nutzen. Ein zweiminütiger Fußmarsch sollte doch drin sein, meint Ute Seemann. Sie hofft, dass alle Geschäfte in der Stadt weiter durchhalten. "Kleine Geschäfte brauchen einen relativ langen Atem."

Einig sind beide sich aber darin, dass der Bereich des Etapler Platzes nach Beendigung aller Baustellen einmal etwas Besonderes sein wird. "Wir sind dann gut aufgestellt mit modernen Geschäften", glauben sie beim Blick auf den Neubau, den dann umgebauten Rewe-Markt und das bereits vor einigen Jahren runderneuerte Gebäude mit Rossmann, KiK und Takko. Heinhaus hofft, dass sich auch schnell ein frequenzbringender Nachmieter für die ehemaligen Volksbank-Räume finden wird.

Bei alldem werde weiterhin das Island im Auge behalten. Das Flair und der Handel dort müssten erhalten bleiben. Das sieht auch Bürgermeister Dietmar Persian so. Langfristig sei geplant, ein Konzept für Bahnhofstraße, Bahnhofs- und Wilhelmplatz zu finden. "Dann suchen wir gemeinsam mit dem Einzelhandel den richtigen Weg", versichert er. Kurzfristig sei aber erst einmal wichtig, dass der Etapler Platz fertig werde und die Baustellen verschwinden. Und mit Blick auf Heinhaus' großen Wunsch betont er: "Für längere Zeit sind dann erstmal keine Baustellen geplant."

Quelle: RP
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