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Hückeswagen
Händler und Wirte müssen mehr zusammenarbeiten

Hückeswagen. Arbeitskreis möchte die Stadt nach vorn bringen. Gastronomen fehlten beim Treffen. Kommt Public Viewing zur EM? Von Wolfgang Weitzdörfer

Es war das zweite Treffen des Arbeitskreises "Einkaufen, Gastronomie und Tourismus"; vermutlich auch wegen des plötzlich einsetzenden Schneefalls waren am Dienstagabend aber nur zehn Hückeswagener erschienen, die sich in einer weiteren Sitzung Gedanken darüber machen wollten, wie die Schloss-Stadt interessanter und attraktiver werden könnte. Man habe sich ein wenig mehr Publikumsinteresse erhofft, aber auch im kleinen Rund könne man schließlich gute Ideen entwickeln, war der allgemeine Tenor.

Zunächst aber ließ Heike Rösner, die Tourismusbeauftragte der Stadt und Mitglied des Stadtmarketings, die erste Sitzung Revue passieren: "Damals ging es vor allem um eine mögliche Neuauflage des Wirtefestes, aber auch um die Durchführungsmöglichkeiten eines Public Viewing zur Europameisterschaft 2016. Aber es ging auch um den Status der Gastronomie in Hückeswagen im Allgemeinen." Schade war es da, dass am Dienstag niemand aus diesem Bereich anwesend war.

"Der Einzelhandel steht gut da, wir sind zur Zusammenarbeit bereit", betonte Dirk Sessinghaus, Vorsitzender des örtlichen Einzelhandelsverbands. Ute Seemann vom Kinderbekleidungsgeschäft Bubble's und Sprecherin der Werbegemeinschaft ergänzte: "Deswegen wäre eine Kooperation mit der Gastronomie auch so sinnvoll. Etwa beim ,Lichterabend' oder der ,Mittsommernacht'." Ein Einwand war, dass die "Mittsommernacht" im kommenden Jahr unter dem Motto "1001 Nacht" stünde, was kulinarisch nicht jeder Gastronom umsetzen könne oder wolle. Deswegen wurde der "Lichterabend" als geeigneter empfunden, dass Gastronomie und Einzelhandel zusammen Präsenz in Hückeswagen zeigen.

"Aber natürlich überlegen wir hier nur, alle Vorschläge werden dann ans Stadtmarketing geleitet. Danach überlegen wir weiter", sagte Rösner. Jedoch wäre es eine Win-win-Situation für beide Seiten, wenn ein bereits geplantes Event, wie eben der "Lichterabend", durch die lokalen Gastronomen unterstützt würde. "Dann muss man auch nicht auf externes Catering zurückgreifen", war die einhellige Meinung. Denn es gehe schließlich darum, Hückeswagen nach vorne zu bringen - kulinarisch wie vom Einzelhandel aus.

Auch ein Public-Viewing-Angebot bei der Fußball-EM im kommenden Jahr war Thema der konstruktiven Runde. Angedacht war das zunächst auf der Alten Ladestraße, was aber aus Sicherheitsgründen nicht machbar sei. Daher kamen zahlreiche Ideen ins Spiel: etwa auf dem Schlossplatz, auf der Bahnhofstraße, im Glasfoyer unter dem Bürgerbüro oder eben auch auf dem Gelände vor dem Elektronikmarkt am Bahnhofsplatz.

Manche Standorte wie Bahnhofstraße oder Glasfoyer fielen aus Kostengründen gleich wieder durchs Raster. Aber der Schlossplatz, der vor allem wegen der Lichtverhältnisse gut geeignet wäre, und ebenso der Platz vor dem Elektronikmarkt stießen auf große Gegenliebe: "Es geht jetzt auch hier nur darum, Ideen zu sammeln, Informationen einzuholen. Natürlich müssen dann auch noch Sponsoren gesucht und ein Sicherheitskonzept erstellt werden", sagte Rösner, die alle Vorschläge ans Stadtmarketing weitergeben wird.

Nach dessen nächster Vorstandssitzung wird sich auch der Arbeitskreis wieder treffen. Vielleicht dann mit größerer Bürgerbeteiligung.

Quelle: RP
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