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Hückeswagen
Haushaltsdefizit 2016 ist um fünf Millionen Euro niedriger

Hückeswagen: Haushaltsdefizit 2016 ist um fünf Millionen Euro niedriger
FOTO: Hertgen Nico
Hückeswagen. Eine vergleichsweise gute Kunde hatte Stadtkämmerin am Dienstagabend am Ende des Haupt- und Finanzausschusses: "Unser Jahresergebnis für 2016 ist deutlich niedriger ausgefallen, als geplant."

War die Verwaltung ursprünglich von einem Haushaltsdefizit von 6,3 Millionen Euro ausgegangen, beträgt es tatsächlich "nur" 1,3 Millionen. Kommentar einer lächelnden Kämmerin: "Das ist das beste Defizit, das wir je hatten."

Warum das Jahresergebnis um fünf Millionen Euro besser ausfiel, hat mehrere Gründe. Da sind zum einen die Gewerbesteuereinnahmen, die um 370.000 Euro höher ausfielen, als vorausberechnet. Und auch beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer erhielt die Stadt 295.000 Euro mehr als erwartet. "Zudem haben wir sparsam gewirtschaftet", versicherte die Stadtkämmerin.

Doch der Hauptanteil an den Einsparungen von fünf Millionen Euro bilden die nicht ausgegebenen Kosten für die Flüchtlinge. Nach dem Ansturm Ende 2015 war die Stadt von einem weiteren Zustrom an Asylbewerben ausgegangen und hatte bis zum Jahresende 2016 mit 600 Flüchtlingen gerechnet, um die sie sich hätte kümmern müssen. Entsprechend hatte die Verwaltung im Haushalt Kosten eingeplant etwa für den Neubau von Unterkünften und für einen Sicherheitsdienst (etwa im angemieteten Haus Peterstraße 75, in dem seither nicht ein einziger Asylbewerber eingezogen ist). Tatsächlich sank ihre Zahl aber im vorigen Jahr; aktuell betreut die Stadt noch 124 Flüchtlinge.

Negativ belastet hat die Jahresbilanz hingegen die höheren Pensionsrückstellungen um 969.000 Euro. Auch das deutlich geringere Defizit schmälere das Eigenkapital, betonte Bever.

(büba)
 
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