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35. Atv-Triathlon Teil 7 - Die Helfer
Helfende Hände an Strecke und auf dem Bike

35. Atv-Triathlon Teil 7 - Die Helfer: Helfende Hände an Strecke und auf dem Bike
FOTO: Moll Jürgen
Hückeswagen. Zum 35. Mal wird am Samstag, 19. August, der ATV-Triathlon ausgetragen. Die BM blickt bis zum Wettkampf in einer neunteiligen Serie auf die Geschichte des ATV-Triathlons zurück. Heute geht es um die vielen ehrenamtlichen Helfer, die eine sehr wichtige Rolle spielen. Von Heike Karsten

Hückeswagen Sie stehen jedes Jahr an der Strecke, weisen den Sportlern den richtigen Weg, versorgen sie mit Wasser und Obst und packen an, wo Hilfe benötigt wird: 150 bis 200 Helfer sind beteiligt, wenn der ATV seinen Triathlon für bis zu 1000 Sportler veranstaltet. Dazu zählen neben den vielen Ehrenamtlichen des Vereins auch die Mitglieder der DLRG, die die Schwimmstrecke absichern und per Bojen markieren, wie auch Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehr und Polizei.

Vieles hat sich im Laufe der 35 Jahre seit dem ersten Triathlon in Hückeswagen geändert. Einiges hat die Jahre aber unverändert überstanden - wie die Gruppe der Motorradfahrer, die immer als Helfer dabei ist. Ein Mann der ersten Stunde war Michael Voß. Der 60-Jährige fährt noch das gleiche Motorrad, wie beim ersten Wettkampf 1982 - eine 500er Honda.

Als der ATV Helfer suchte, meldeten sich damals die Motorradfreunde Hückeswagen, die noch heute wichtige Aufgaben übernehmen: Schiedsrichter oder Kamerateams vom Fernsehen über die Radstrecke fahren, gestürzte Fahrradfahrer einsammeln oder einen Arzt oder Sanitäter zur Unfallstelle bringen. Auch Kurierfahrten zwischen der Bever-Talsperre und dem Sportplatz gehören dazu. Mehr als 20 Jahre war Dr. Max Kneher der Sozius auf dem Zweirad von Michael Voß. "Bis auf einen Schlüsselbeinbruch ist zum Glück nie etwas Schlimmeres bei den Athleten passiert", sagt der Hückeswagener Hausarzt. Vor zwei Jahren gab er seinen Posten an seine Nachfolgerin Dr. Anna Kunde ab. "Das war auch für mich der Zeitpunkt, langsam auszusteigen", sagt Voß.

Ein Mann der ersten Stunde und Mitinitiator ist Ralf Eversberg. "Beim ersten Triathlon 1982 habe ich noch selbst mitgemacht und auch bei den Vorbereitungen geholfen", erzählt der Architekt. Zum Einsatz kam später sein Auto-Funktelefon - zu der Zeit noch selten, da teuer -, um mit den anderen Streckenposten in Kontakt zu treten. Alternativ gab es nur die Funkgeräte der Feuerwehr. Heute wird ausschließlich per Mobiltelefonen kommuniziert. Eversberg war bis vor zwei Jahren aktiv, meistens in der Rad-Wechselzone in Reinshagensbever. Unter anderem mussten Zuschauer hinter die Absperrung gebeten und der Verkehr geregelt werden. "Das war teilweise chaotisch, aber wichtig", betont Eversberg.

Sabine Burghoff wurde als Schwester von Orgateam-Mitglied Ekkehard Kurtz gewissermaßen "familienverpflichtet" - zuerst als Streckenposten in Heide, um die Radfahrer am Ende des Radwegs vor dem Engpass zu warnen, später in der Wipperfürther Hofschaft Schäferslöh bei Egen. Die treue Helferin erinnert sich: "Bevor es noch nicht das Chip-System zur Zeiterfassung gab, stand dort ein Lastwagen mit Bänken drauf. Dort saßen die Helfer mit Klemmbrettern und Listen und führten eine Strichliste, um festzuhalten, wie viele Runden die Radfahrer bereits absolviert hatten. Die entsprechende Zahl wurde ihnen dabei zugerufen." Drei bis vier Thermoskannen und jede Menge Kekse gehören schon zum obligatorischen Proviant der Hückeswagenerin. "Bei mir kommen auch die Motorradfahrer und Kampfrichter auf einen Kaffee vorbei", berichtet Sabine Burghoff lachend.

Ganz wichtig für den ATV als Veranstalter war in den ersten Jahren die Informatik-AG der Realschule. Die Schüler hatten sämtliche Namen und Zeiten in den Computer eingegeben, um den aktiven Teilnehmern die Ergebnislisten noch am selben Abend zur Verfügung stellen zu können. Unter Anleitung des ehemaligen Schuldirektors Dieter Schruff hatten die Zehntklässler Roland Beucker, Bernd Hoffmann und Uwe Goßler 1984 während des Unterrichts und in ihrer Freizeit ein anspruchsvolles Programm erstellt, das mehrere Jahre in Folge zum Einsatz kam. "Ohne diese Hilfe wäre der Verein nicht in der Lage, die detaillierten Teilnehmerlisten in dieser Schnelligkeit zu erstellen", hieß es damals in einem Presseartikel.

Michael Voß wird zum Triathlon am 19. August wieder auf seiner Honda sitzen - allerdings im Allgäu-Urlaub. Die Organisation der Motorradgruppe hat vor zwei Jahren Heinz Faust übernommen. "Es hat aber viel Spaß gemacht, und wir wurden auch immer gut versorgt", betont Voß. Denn für die tatkräftige Unterstützung bedankt sich der ATV immer gleich im Anschluss an die Veranstaltung mit einem Helferfest auf dem Sportplatz.

Quelle: RP
 
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