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Hückeswagen
Hilfe für Familie Fredericq

Hückeswagen. Horst Wilhelm will der Familie Fredericq helfen. Der Raumausstattermeister im Ruhestand ruft die Hückeswagener auf, zu spenden, damit die Familie ihren Neubau sanieren kann. Die Baufirma ist insolvent. Von Stephan Büllesbach

Horst Wilhelm wollte nicht glauben, was er da im März 2009 in der BM las. Dass die Familie Fredericq zwischen Schimmel und unverputzten Wänden leben muss – in einem Haus, das erst ein dreiviertel Jahr zuvor fertig gestellt worden war. Seither streitet sich das Ehepaar mit der Baufirma, wer für die Schäden am Haus verantwortlich ist (die BM berichtete). Der Albtraum ist längst Alltag an der Max-Bruch-Straße 6. Selbst wenn ein Gericht zu der Auffassung kommen sollte, dass die Nümbrechter Firma für die Schäden an dem Neubau verantwortlich ist, wird die nicht zahlen: Das Unternehmen hat im Januar Insolvenz angemeldet.

Nun greift die sechsköpfige Familie nach dem vielleicht letzten Strohhalm, um das Haus sanieren und halten zu können. Denn Horst Wilhelm engagiert sich für sie. "Niemand will für sie zuständig sein", kritisiert er im BM-Gespräch. Dabei müsse der Familie doch geholfen werde. Der 69-Jährige betont: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg." Und getreu diesem Motto hat der Ruheständler ein Spendenkonto für die Fredericqs bei der Sparkasse eingerichtet: "Wenn jeder Hückeswagener nur zwei Euro spenden würde, wäre das Gröbste finanziert."

Hintergrund: Rund 30 000 Euro kostet es, die Bodenplatte so zu sanieren, dass keine Feuchtigkeit mehr von draußen in die Innenwände dringt. Aber auch zupackendes Engagement, etwa von handwerklich geschickten Hückeswagenern, sähe Wilhelm gern.

Es war ein Zufall, dass er und seine Frau die Familie Fredericq kennen lernten. Kurz nach dem ersten BM-Artikel unternahm das Hückeswagener Ehepaar einen Spaziergang durch das Neubaugebiet "Weierbachblick". Als der 69-Jährige die Fredericqs vor ihrem blauen Haus sah, sprach er sie an – und die luden die Wilhelms spontan ein, sich von den gesundheitsschädlichen Verhältnissen im Haus ein Bild zu machen. Danach wusste Horst Wilhelm, dass er richtig gelesen hatte. Und in den vorigen Wochen reifte in ihm der Entschluss, die Familie zu unterstützen.

Quelle: RP
 
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