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Hückeswagen
Hospizgruppe informiert auf Wochenmarkt

Hückeswagen. Im Vorfeld des Welthospiztags, der morgen, Samstag, begangen wird, rührten Mitglieder des Runden Tischs "Palliative Versorgung Wipperfürth, Hückeswagen und Umgebung" gestern auf dem Wochenmarkt die Werbetrommel für ihre ehrenamtliche Arbeit und die jetzt anstehenden Hospiz- und Palliativtage. Mit Vorträgen, Veranstaltungen und Infoständen sollen hierbei die Arbeit der Menschen in Hospiz- und Palliativgruppen sowie das Thema "würdevolles Sterben" in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden.

"Wir wollen vor allem eines: informieren", betonte Petra Dahm, Koordinatorin der Hospizgruppe Hückeswagen. Natalie Rot, Qualitätsbeauftragte im Johannesstift, ergänzte: "Die Aufklärung über unsere Arbeit ist vor allem deswegen so wichtig, weil viele Menschen sehr unvorbereitet mit dem Thema konfrontiert werden." Gerade dann, wenn Menschen ins Altenheim kämen, seien etwa dementielle Veränderungen bereits so weit fortgeschritten, dass die eigenen Wünsche zum Thema "Sterben" nicht mehr erfragt werden könnten: "Dann ist man auf das Wissen der Angehörigen angewiesen - und die wissen auch nicht immer genau Bescheid darüber", erklärte Rot.

Der Tod und das Sterben gehörten zum Leben dazu, verdeutlichte Dahm: "Eigentlich müsste man sich schon sehr viel früher damit beschäftigen. Denn nur dann kann man letztlich in Würde sterben." Der größte Wunsch sei es bei den meisten Menschen, im eigenen Heim sterben zu können. Durch die begleitende Arbeit der Hospiz- und Palliativgruppen funktioniere dies häufig auch. "Wichtig ist dabei einfach auch das Netzwerken mit anderen Beteiligten - Krankenhäusern, Pflegediensten und Angehörigen", betonte Rot. Dies funktioniere in Hückeswagen, Wipperfürth und Umgebung schon recht gut.

Um ihr Anliegen den Menschen näher zu bringen, hatten die Mitglieder des Runden Tischs jede Menge Infomaterialien zum Wochenmarkt mitgebracht. Dazu hatten sie noch einen Koffer aufgestellt, in den die Besucher Karten mit ihren Wünschen für ein würdevolles Sterben legen konnte. "Wir sind auch immer wieder auf anderen Veranstaltungen präsent, denn ich finde, dass die grundsätzlichen Informationen den Menschen zugänglich sein müssen", sagte Dahm. Dazu sei das Thema einfach viel zu wichtig.

(wow)
 
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