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Hückeswagen
Auch künftig zwei eigenständige Schulen

Hückeswagen behält Hauptschule
FOTO: hdö (Archiv)
Hückeswagen. Bürgermeister und die Leiter von Real- und Hauptschule traten gestern diversen Gerüchten über die Zukunft der beiden Schulen entgegen, die momentan in der Stadt kursieren. Fakt ist: Beide bleiben eigenständig, keine wird geschlossen. Von Stephan Büllesbach

Viele Hückeswagener Eltern scheinen angesichts der monatelangen Diskussionen um die Zukunft der hiesigen Schullandschaft verunsichert zu sein. "So gibt es Gerüchte, dass nicht nur das Gebäude eins werden soll, es sollen auch Real- und Hauptschule zu einer Schule zusammengelegt werden", sagte gestern der Leiter der Montanusschule, Gerd Püschel, in einem Pressegespräch. In Wermelskirchen wird derweil behauptet, dass die Hückeswagener Realschule geschlossen werden soll, berichtete deren Leiterin Christiane Klur. "Und ein Vater aus Radevormwald war der Meinung, das fünfte und sechste Schuljahr beider Schulen würden zusammengelegt." Er habe sich im Internet informiert, erzählte Klur. Er hatte offenbar nicht richtig gelesen: Die SPD hatte diesen Vorschlag, der eine Art "Sekundarschule light" vorsah, zwar im Herbst unterbreitet. Der Antrag war aber von der Ratsmehrheit abgelehnt worden.

Bürgermeister Dietmar Persian stellte unmissverständlich klar: "Es wird in Hückeswagen weiterhin zwei eigenständige Schulen geben - die Hauptschule und die Realschule. Es ist in allen derzeit diskutierten Modellen keine Zusammenlegung der beiden Schulformen vorgesehen. Auch ist weder eine Sekundar- noch eine Gesamtschule geplant." Zurzeit finde in Hückeswagen ein Bürgerbegehren statt, unter anderem mit dem Ziel, dass Haupt- und Realschule in ihren jeweiligen Gebäuden bleiben sollen. Persian: "Eine Entscheidung über dieses Bürgerbegehren wird nach derzeitigem Stand spätestens im April fallen. Sofern es entweder im Stadtrat oder über einen Bürgerentscheid die notwendige Mehrheit erhält, bleiben beide Schulen an den bisherigen Standorten."

Sollte hingegen die Realschule in das Gebäude der Montanusschule an der Weststraße ziehen, wie es dem aktuellen Ratsbeschluss entspricht, "bleiben trotzdem beide Schulen als eigenständige Schulformen erhalten", betonte der Bürgermeister. Er zeigte sich erneut überzeugt, "dass wir hervorragende Schulen haben, die schon immer durch ihre gute Qualität geglänzt haben". Die in die Jahre gekommenen Gebäude will die Stadt durch eine Sanierung auf den gleichen Stand bringen - egal, wie das Bürgerbegehren ausgehen wird. Persian: "Das Lernen in Hückeswagen wird auch in Zukunft ein hohes Niveau haben."

Bald können Eltern von Viertklässlern ihre Kinder an beiden Schulen für das nächste Schuljahr anmelden (s. Info-Kasten.) Klur machte deutlich: "Kinder, die jetzt an Real- oder Hauptschule angemeldet werden, können bis zu ihrem Abschluss an der jeweiligen Schule bleiben." Selbst dann, wenn etwa an der Montanusschule zu wenig Kinder für die fünfte Klasse angemeldet werden sollten und die Schulform dann nach fünf Jahren auslaufen sollte. Mindestens 18 Fünftklässler müssen es sein, damit die Existenz der Hauptschule gesichert bleibt. "Das ist für uns eine heiße Zahl - seit Jahren schon", unterstrich Püschel. Für die aktuelle Einstiegsklasse lagen 23 Anmeldungen vor.

Püschel warb für seine Schule, die Schwerpunkte auf Bewegung (Sport) und Berufsförderung legt: "Ab der siebten Klasse kümmern wir uns um die spätere Versorgung unserer Kinder." Auch würden alle Schüler an der Montanusschule zum bestmöglichen Abschluss geführt. Auch Christiane Klur legt Wert auf die Besonderheiten der Realschule, die etwa in den Bereichen Musik, naturwissenschaftliche Ausstattung und sozialem Miteinander liegen. Zudem verweist sie auf ihre erfolgreichen Schüler: Zwei Drittel der Abschlussschüler von 2017 hatten sogar die Qualifikation fürs Gymnasium geschafft.

Quelle: RP
 
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