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Hückeswagen
Frau nach Suizidversuch lebensgefährlich verletzt

Drama in Hückeswagen - Frau wollte Suizid begehen
Drama in Hückeswagen - Frau wollte Suizid begehen FOTO: BM
Hückeswagen. Ein Drama spielte sich am Montagabend im Stadtzentrum ab: Eine 41-jährige Hückeswagenerin hatte einem Bekannten per Nachrichtendienst WhatsApp ihren Suizid angekündigt. Der informierte gegen 19.25 Uhr umgehend die Polizei, die sofort eine Fahndung nach der Frau einleitete. Von Stephan Büllesbach

"Fast genau eine Stunde später wurde die Frau dann gefunden, die nach einer Verpuffung lebensgefährlich verletzt worden war", berichtete André Kuba, Dienstgruppenleiter der Leitstelle in Gummersbach, auf Anfrage unserer Redaktion. Um 20.29 Uhr war die Feuerwehr wegen eines vermeintlichen Wohnungsbrands an der unteren Islandstraße alarmiert worden.

Der Löschzug Stadt inklusive der Drehleiter, die aber nicht zum Einsatz kam, und die Löschgruppe Herweg waren wenige Minuten später am Einsatzort – dem langestreckten Mehrfamilienhaus am Wilhelmplatz, in dessen Untergeschoss sich eine Parfümerie und der Tedi-Markt befinden. Hinter dem Haus, im Bereich des rückseitigen Parkplatzes, lag die gesuchte Hückeswagenerin, die sich nach Aussage von Stadtbrandinspektor Karsten Binder schwerste Brandverletzungen am ganzen Körper zugezogen hatte.

Nach ersten Erkenntnissen hatte die 41-Jährige in einer von außen zugänglichen Abstellkammer in einer der Parknischen brennbares Material entzündet. "Dabei ist es zu einer Verpuffung gekommen, in deren Folge die Frau schwer verletzt wurde", berichtete Binder. Sie hatte sich dann offenbar noch auf den Parkplatz vor eine Treppe schleppen können, wo sie schließlich entdeckt wurde. Rettungssanitäter und ein Notarzt versorgten die Frau medizinisch.

Allerdings forderte der Notarzt aufgrund der schweren Verletzungen einen Rettungshubschrauber an. Der sollte gegen 21 Uhr eigentlich auf der großen Kreuzung am Hotel zur Post landen. Der Pilot entschied sich aber, mit dem Helikopter in den Wupperauen niederzugehen.

Nachdem die Schwerverletzte einigermaßen stabilisiert und transportfähig gemacht worden war, wurde sie in einem Rettungswagen dorthin gebracht und in den Rettungshubschrauber geladen. Der flog die Hückeswagenerin, die in akuter Lebensgefahr schwebt, in die Spezialklinik Köln-Merheim.

Polizei und Feuerwehr hatten zunächst die Kreuzung im Zentrum gesperrt, später dann – als der Hubschrauber in den Wupperauen stand – die Alte Ladestraße zwischen dem Kreisverkehr mit dem Bêché-Hammer und dem Klingelnberg-Parkplatz.

Der Verkehr wurde umgeleitet. Die Sperrung wurde laut Binder um 22 Uhr aufgehoben; zu diesem Zeitpunkt war der gesamte Einsatz beendet. Das Feuer, das durch die Verpuffung entstanden war, hatte die Feuerwehr schnell unter Kontrolle.

(büba)