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Hückeswagen
Hückeswagen hat eigenes Bier-Festival

Hückeswagen: Hückeswagen hat eigenes Bier-Festival
Roman (im Vordergrund) und Julian Wasserfuhr (hinten rechts) sorgten mit ihren Mittelstreitern wie Bassist Markus Schieferdecker für den musikalischen Part beim "Schnafftival". FOTO: Weitzdörfer
Hückeswagen. Sehr gut besucht war das erste "Schnafftival" am Wochenende im Kultur-Haus Zach. Neben dem "Schnaff"-Bier der Jazz-Brüder Julian und Roman Wasserfuhr gab es jede Menge guter Musik. Die Grundstimmung war sehr relaxt. Von Wolfgang Weitzdörfer

Ein Ersatz für die in diesem Jahr abgesagte Bierbörse sollte das "Schnafftival" zu keinem Zeitpunkt sein. Die Idee zum eigenen Festival mit Konzert und Bierverkauf trugen die Jazz-Brüder Julian und Roman Wasserfuhr nämlich schon eine ganze Weile mit sich herum. Am Wochenende war es dann soweit: Die erste Kombination aus feinem, selbstgebrautem "Schnaff"-Bier und ebenso feiner, hauptsächlich selbst komponierter Jazz-Musik fand im Kultur-Haus Zach eine große Menge interessierter Zuhörer. Schon um halb sechs waren die ersten Besucher ans Haus Zach gekommen - dabei war offizieller Einlass erst eine Stunde später. Und die vier Wasserfuhrs waren wieder alle vor Ort und halfen mit: Mutter Renate und Vater Gerald saßen wechselseitig an der Kasse und behielten auch sonst den Überblick, und die beiden Söhne stärkten sich vor dem Konzert noch beim Essen mit ihren drei Mitmusikern Oliver Rehmann am Schlagzeug, Markus Schieferdecker am Bass und Martin Scales an der Gitarre.

Das Haus Zach war an diesem Wochenende ganz offensichtlich fest in "Schnaff"-Hand: Neben dem Eingang stand eine Schaufensterpuppe mit den offiziellen T-Shirts und Kappen angetan. Oberhalb der Freitreppe rotierte langsam das groß an die Wand projizierte Logo. Unten wurden diverse Brau-Impressionen an die Leinwand geworfen. Und auch auf der Bühne war der "Schnaff"-Schriftzug zu sehen. Natürlich gab es das Getränk auch in rauen Mengen: "Wir haben über 1000 Liter gebraut", sagte Gerald Wasserfuhr. Fraglos genug, um den größten Durst der Besucher zu stillen. Aber neben dem Bier stand natürlich die Musik im Mittelpunkt des ersten "Schnafftival"-Abends. Die war gewohnt hochklassig und machte ebenso viel Spaß wie es ein kräftiger Schluck des leicht naturtrüben Wasserfuhr-Biers tat. Der Andrang war immens, die 200 Besucher füllten das Haus Zach bis an seine Grenzen. "Mehr dürfen auch nicht rein", sagte Gerald Wasserfuhr.

Um das Geschehen zu entzerren, hatte man im Obergeschoss eine große Leinwand aufgebaut, auf die das Konzertgeschehen übertragen wurde. So könnte man sich oben gemütlich hinsetzen und zusehen und -hören und stand nicht zu sehr gedrängt. Es sei heute kein ganz normales Konzert, sagte Roman Wasserfuhr nachdem der letzte Ton des ersten Songs "St. James Infirmary" verklungen war: "Wir spielen jetzt ein Set, dann gibt es eine Pause, in der man sich ein neues Bier holen kann. Dann spielen wir noch ein bisschen und vielleicht später noch mehr." Die sehr relaxte Grundstimmung war bestimmt auch der Tatsache zu verdanken, dass die sehr aufwendigen Vorbereitungen alle geklappt hatten.

Und in der Tat: Das Bier schmeckte, Licht und Sound passten hervorragend und auch die Musik machte Spaß. Denn es war eine echte Ohrenfreude, diesen Könnern bei Songs wie "Lost In Time" oder "Tinderly" zuzuhören. Nach dieser hervorragenden Premiere in der Schloss-Stadt kann sich das "Schnafftival" nun getrost auf den Weg in andere Städte machen, wie Roman Wasserfuhr es bereits ankündigte.

Quelle: RP
 
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